Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 24. Juni 2021

Auf dem schnellsten Weg zum Pieks:

  •  Hausarzt, Impfzentrum, Drive-In, Newsletter – so kommen Sie jetzt an Ihren Impf-Termin
  • Biontech, Moderna, Astrazeneca (Vaxzevria), Curevac – Die wichtigsten Coronavirus-Impfstoffe im Check

11.42 Uhr: Nach dem Unwetter am Mittwochabend sind die Folgen des Wasserschadens im überfluteten Tübinger Kreisimpfzentrum gravierender als zunächst angenommen. „Nach erster Einschätzung kann die Halle für mindestens zwei Wochen nicht genutzt werden“, teilte das Landratsamt am Donnerstagmorgen mit. Es werde eine Möglichkeit gesucht, wie die gebuchten Termine so schnell wie möglich nachgeholt werden könnten. Termine an den kommenden zwei Tagen würden auf umliegende Impfzentren verlegt. Dabei gehe es aber vor allem um Zweitimpfungen gegen das Coronavirus. Ob auch die Erstimpftermine bestehen bleiben könnten, stehe noch nicht fest.

Im Tübinger Impfzentrum sollte eigentlich auch kurzfristig am Freitag und Samstag das Präparat von Johnson & Johnson angeboten werden, das als Einmalimpfung zugelassen ist. Die Termine waren laut Landratsamt ausgebucht. Auch für diese Betroffenen würden Lösungen gesucht, hieß es.

Das Kreisimpfzentrum war am Mittwochabend bei einem Unwetter mit Wasser vollgelaufen.

10.40 Uhr: Der Europa-Chef des US-Konzerns Moderna, Dan Staner, will den versprochenen Corona-Impfstoff für Deutschland früher als geplant liefern. „Moderna hofft, die im dritten Quartal für Deutschland geplanten Dosen früher bereitstellen zu können, um einen möglichst raschen Fortschritt bei den Impfungen zu unterstützen“, sagte Staner der „Wirtschaftswoche“. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Staner versicherte aber, dass die für 2021 geplante Liefermenge von rund 80 Millionen Dosen auf jeden Fall bereitgestellt werde.

Unterdessen arbeitet der Konzern unter Hochdruck an Auffrischungsimpfungen, die auch gegen neue Virus-Varianten schützen sollen. „Die stärkste Wirkung zeigt derzeit unser Booster-Impfstoff gegen die Beta-Variante. Wir erwarten, dass unser multivalenter Booster-Impfstoff auch gegen das ursprüngliche Virus und die bedenklichen Varianten schützt“, sagte Staner. Im Herbst könnte dieser Impfstoff dann bei denjenigen eingesetzt werden, die „im Januar und Februar dieses Jahres mit einem mRNA-Vakzin erst- oder zweitgeimpft wurden.“

Helge Braun: Bei hoher Impfquote "muss man nicht über Lockdown nachdenken"

10.10 Uhr: Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern. Michael Kappeler/dpa «Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte», so Helge Braun.

Wenn sich zwei Drittel der Bürger, also rund 55 Millionen Menschen, impfen lassen, "muss man dann auch nicht über einen Lockdown oder so nachdenken", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Angesichts der Liefermengen von Impfstoffen könne man je nach Höhe der Impfbereitschaft "damit rechnen, dass jetzt bis Ende Juli/Anfang August wirklich jeder, der möchte, seine Erstimpfung bekommen hat". Die Nichtgeimpften – bei einem Drittel wären es immer noch 27 Millionen – müssten dann gerade im Herbst sich ganz regelmäßig testen lassen.

Die Schulen und Kindergärten seien „unser großes Sorgenkind“, sagte Braun, weil es zumindest für jüngere Kinder unter zwölf Jahren noch kein Impfangebot gebe. Die könnten dadurch geschützt werden, dass alle Erwachsenen ringsherum um sie geimpft würden. Hinzu kämen weitere Maßnahmen wie etwa die Ausrüstung von Schulen mit Lüftungsanlagen.

Ärzte fordern wegen Delta-Variante höheres Impftempo: "Wir dürfen nicht nachlassen"

Donnerstag, 24. Juni, 06.40 Uhr: Angesichts der wachsenden Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus haben Ärzteverbände eine Beschleunigung der Impfkampagne in Deutschland und mehr Impfstoff für niedergelassene Ärzte gefordert. "Gebt uns genügend Impfstoffe! Wir dürfen beim Durchimpfen nicht nachlassen", forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. "Je mehr Menschen geschützt sind, desto geringer sind auch die Chancen für die Delta-Variante", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstagsausgaben).  Frei gewordene Impftermine werden ab sofort auf „Impfspringer.de“ gestellt und sind dann für alle Impfwilligen frei buchbar. (Symbolbilder: O|N / Carina Jirsch) Wer zuerst klickt, hat die Impfung: Wie groß ist die Chance auf einen Impftermin?

Die Delta-Variante werde "nicht die letzte Mutation sein, die das Virus im Kampf ums Überleben finden" werde, sagte Weigelt. Angesichts der aktuellen Inzidenzen sehe er derzeit jedoch keinen Grund, alarmiert zu sein.  Auch der Verband der Kinder- und Jugendmediziner forderte, das Impftempo deutlich zu erhöhen. Bundessprecher und Kinderarzt Jakob Maske sagte RND, besonders gefährdet sei die Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren. "Diese Menschen haben oft keine oder nur die erste Impfung erhalten und sind so einem erhöhten Risiko ausgesetzt."

Deutschland habe den großen Vorteil, dass sich die Delta-Variante hier erst vergleichsweise spät ausbreite. Das Virus treffe auf eine in weiten Teilen geimpfte Bevölkerung, sagte der Kinder- und Jugendmediziner. Viele Angehörige von Risikogruppen seien bereits vollständig geschützt. Zudem reduziere eine hohe Impfquote auch die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung, sagte Maske. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, zeigte sich mit Blick auf die Auslastung der Kliniken optimistisch: "Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der Hospitalisierungen im Verhältnis zur Zahl der Infizierten wegen der höheren Impfquote niedriger sein wird als bei den bisherigen Wellen der Pandemie", sagte Gaß dem RND. 

Auch der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte dem RND, er sei zuversichtlich, dass sich schwere Krankheitsverläufe und damit verbundene Intensivbehandlungen durch die Impfungen verhindern lassen. "Bei kompletter Immunisierung ist es auch bei steigenden Inzidenzen wahrscheinlich, dass viele Menschen ohne Symptome erkranken oder nur mit geringen."

Fast jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

11.01 Uhr: Fast jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 10.37 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 1.003.690 Impfdosen verabreicht. Rund 43 Millionen Menschen (51,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, 26,9 Millionen (32,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 58,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zehn weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,8 Prozent. Das Saarland zählt mit 39 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30 Prozent am Ende der Rangliste.

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen. Das Coronavirus ist wohl schon tausendfach mutiert. Ob das das Virus gefährlicher macht oder nicht, kommt darauf an, wie es sich verändert. Sehen Sie hier einen 360-Grad-Blick auf die bedeutenden Mutationen, ihre Verbreitung auf der Europakarte und die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Hier geht es zum Überblick

Ludwigshafener Klinik feuert vier Impf-Verweigerer

Mittwoch, 23. Juni, 10.47 Uhr: Die Geschäftsführung des Klinikums in Ludwigshafen droht seinen Mitarbeitern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Hintergrund seien die Verweigerungen von Corona-Impfungen einiger Mitarbeiter, wie der Betriebsrat mitteilte.

Bereits vier Beschäftigten wurde demnach die Kündigung ausgesprochen. Alle vier befanden sich noch in der Probezeit. Weiter teilte der Betriebsrat mit, man werde den Betroffenen bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung juristisch zur Seite zu stehen. Die Gewerkschaft Verdi will ebenfalls helfen.

Auf Anfrage des „SWR“ bestätigte die Klinikleitung, ungeimpfte Mitarbeiter müssten teilweise mit Einschränkungen rechnen. So dürften diese etwa keine Führungspositionen mehr besetzen. Weiter wies die Geschäftsführung darauf hin, der Impfschutz sei neben den AHA-Regeln eine „tragende Säule“ des Schutzkonzeptes. „Die Sicherheit der Patienten und Angestellten sei nicht verhandelbar." Oliver Berg/dpa

"Müssen einfach schnell impfen": Drosten fürchtet steigende Zahlen im Herbst

06.58 Uhr: Der Virologe Christian Drosten plädiert angesichts der Entwicklung dafür, das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung zu stärken. "Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen", sagte der Experte der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info).

Er legte sich nicht fest, ob es wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits im Sommer oder erst im Herbst zu einer Trendumkehr kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte Drosten und betonte die Wichtigkeit der Impfung bei Eltern von Schulkindern.

"Wir müssen einfach schnell impfen", lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. "Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird." In England, wo sich die Corona-Lage wegen der Delta-Variante wieder verschlechtert hat, sei die Sieben-Tage-Inzidenz ausgehend von einem Niveau von 25 wieder angestiegen. "Man hatte nicht so weit runtergebremst, wie wir das jetzt in Deutschland schon gemacht haben." Hierzulande lag der Wert zuletzt bei unter 10 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner.

 

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