Hinter dem 18. Türchen des DAZ-Adventskalenders findet sich ein Teil einer sehr wertvollen Verbindung – zumindest verdanken viele Städte dem früheren Handel mit dem weißen Gold ihren Reichtum. Auch heute möchten wir uns ungern eine Suppe ohne den feinen Kristall vorstellen. 

Was uns heutzutage bei der Fülle an Rauchsalz, Meersalz, Himalayasalz oder einfachem Kochsalz im Supermarkt und Feinkostgeschäften unvorstellbar scheint: Salz war in früheren Jahren äußerst begehrt und wertvoll. Wie kostbar Speisesalz war, zeigt die Bezeichnung „weißes Gold“ oder das Wort „Salär“ – es ist der Zahlung von Lohn in Form von Salz entlehnt. Auch wenn die chemische Bedeutung für „Salz“ weitergreift, dürften die meisten bei Salz schlichtweg an das Natriumchlorid-Döschen im Küchenschrank denken. NaCl ist der wesentliche Bestandteil unseres Speisesalzes, und wohl die prominenteste Verbindung des Erdalkalimetalls Natrium – und so ganz anders in seinen Eigenschaften: wachsweich – nicht kristallin, silberglänzend – nicht farblos, hochreaktiv mit Wasser – nicht „harmlos“ auflösend.

Auch für den menschlichen Körper ist Natrium unverzichtbar, die extrazelluläre Konzentration liegt bei etwa 145 mmol/l. Wichtige Player im Sinne der Natriumhomöostase sind das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS), Vasopressin und natriuretische Peptide. Sie regeln im Wesentlichen den Natriumhaushalt über die Nieren, nur 10 Prozent des Natriums verliert der Körper über Fäzes und Schweiß. Wenn der Bedarf eines Erwachsenen an Kochsalz bei 1 mmol/kg Körpergewicht täglich liegt, wie viel Gramm Kochsalz darf ein 70 Kilogramm schwerer Mensch jeden Tag zu sich nehmen (auf ganze Zahlen runden)?

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