Trump spekuliert über Corona-Impfstoff in „drei bis vier Wochen“

07.58 Uhr: In einem sogenannten „Town Hall Meeting“ des amerikanischen Fernsehsender „ABC News“ hat US-Präsidenten Donald Trump die Zulassung eines Corona-Impfstoff innerhalb kürzester Zeit versprochen – in den „nächsten drei bis vier Wochen“: „Wir stehen kurz vor einem Impfstoff.“ Der 74-Jährige spekuliert zudem, dass man vielleicht gar kein Vakzin brauche: „Ohne den Impfstoff würde es verschwinden, aber mit dem Impfstoff wird es sehr viel schneller verschwinden.“ dpa/Alex Brandon/AP/dpa US-Präsident Donald Trump.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein geeigneter Impfstoff innerhalb dieser kurzen Zeitspanne auf den Markt kommt, ist gering. Vielmehr versucht Trump weiterhin, vor der US-Präsidentschaftswahl am 3. November für positive Stimmung in der Corona-Krise zu sorgen. An dieser Aussage wird sich der Republikaner in drei bis vier Wochen messen lassen müssen.

Jüngst war bekannt geworden, dass Trump laut eigener Aussage das Coronavirus "absichtlich heruntergespielt" hat – und es immer noch "gerne herunterspielt". Mehrfach belog er das amerikanische Volk. In der Folge starben bislang fast 200.000 Menschen.

TOP-NEWS: Renommierte Forscher: Daten zu Russlands Impfstoff „Sputnik V“ möglicherweise manipuliert

07.32 Uhr: Während die Welt auf der Suche nach einen geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus ist, ist Russland vorgeprescht – ohne alle notwenigen klinischen Tests nach internationalem Standard vorzuweisen: „Sputnik V“ ist der erste offizielle Corona-Impfstoff, den Kreml-Chef Wladimir Putin mit der Ankündigung aufwertete, dass seine eigene Tochter das Vakzin getestet habe. Doch jetzt kommen weitere Zweifel auf. Alexander Zemlianichenko Jr/Russian Direct Investment Fund/AP/dpa „Sputnik-V“: Erste Interessenten und Kritik an Russlands Corona-Impfstoff

„Der Spiegel“ berichtet, dass renommierte Forscher um den Molekularbiologen Enrico Bucci in mehreren Ländern die Echtheit der vorgelegten russischen Daten in Frage stellen. Es gehe um den Verdacht der Manipulation – um ausgedachte Ergebnisse und mögliche Photoshop-Fälschungen.

In einer Abbildung der Studie zum Beispiel sei ein auffälliges Zahlenmuster in den Daten zu erkennen. Mehrere Probanden hätten an verschiedenen Tagen exakt denselben Antikörperspiegel im Blut gehabt. Auch der Wert der T-Zellen, die gegen das Coronavirus aktiv sein sollen, seien in den Daten identisch gewesen – und das, obwohl die Probanden unterschiedliche Formen des Impfstoffs erhalten hätten. Kann das ein Zufall sein? „Das ist, als ob man würfelt und mehrmals genau die gleiche Zahlenfolge erhält“, sagte Bucci der „Moscow Times“.

Immunologe Andrea Cossarizza kritisiert, dass die Daten wie mit Photoshop bearbeitet wirkten. Die Zahlen ähnelten sich so sehr, dass sie aus statistischer Sicht unwahrscheinlich seien. Die beiden Forscher schrieben mit Kollegen einen offenen Brief an das Fachblatt „Lancet“ und forderten Einsicht in die Rohdaten der Studie.

Corona-Pandemie: Es wird nicht den einen Impfstoff für Deutschland geben

Mittwoch, 16. September, 06.45 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut erwartet, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus geben wird. Dies sei angesichts der großen Zahl von Impfstoffkandidaten "wahrscheinlich",  sagte die Stiko-Vizevorsitzende Sabine Wicker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa ältere Menschen geeignet seien.

Die Impfkommission hat den Auftrag, Prioritäten festzulegen für den erwarteten Fall, dass ein Impfstoff zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. Dafür müsse geprüft werden, bei welchen Bevölkerungsgruppen das höchste Infektionsrisiko bestehe und "wer am meisten von einer Impfung profitieren würde", sagte Wicker. Eine solche Nutzen-Risiko-Analyse sei ein zentrales Element der standardisierten Vorgehensweise der Stiko.

Im Fall des Coronavirus gehörten zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen unter anderem das medizinische Personal sowie die chronisch Kranken und die Älteren, erläuterte die Medizinerin. 

TOP-NEWS: 1827 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert sinkt, bleibt aber über 1

21.43 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 1827 Fälle auf insgesamt 262.766 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen machte damit einen Sprung, am Tag zuvor waren es noch mehr als 1200 gemeldete Fälle gewesen. Allerdings sind die Zahlen für gewöhnlich an einem Dienstag höher als montags. Grund dafür ist, dass viele Gesundheitsämter am Montag schon morgens melden und am Wochenende weniger Tests ausgewertet und Ergebnisse gemeldet werden. Am Dienstag werden dementsprechend höhere Zahlen erzielt – auch weil viele Ergebnisse vom Wochenende und Wochenanfang nachgemeldet werden.

Acht neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, insgesamt kamen in Deutschland 9334 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 519 Personen und liegt nun bei 18.832.

Der R-Wert sank zum ersten Mal seit fünf Tagen, lag mit 1,04 aber weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.748 (+280) / 1.868 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 62.573 (+428) / 2.645 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.462 (+109) / 227 (+1)
  • Brandenburg: 4.054 (+20) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.159 (+18) / 59 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 6.916 (+71) / 238 Todesfälle (+1)
  • Hessen: 16.985 (+108) / 540 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1074 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 18.100 (+143) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.730 (+470) / 1.834 Todesfälle (+5)
  • Rheinland-Pfalz: 9.822 (+54) / 247 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.222 (+7) / 175 Todesfälle (-2)
  • Sachsen: 6.449 (+44) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.369 (+7) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4.288 (+33) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.815 (+25) / 189 Todesfälle (+1)

Gesamt (Stand 15.09.2020, 21.38 Uhr): 262.766 (9334 Todesfälle)

Vortag (Stand 14.09.2020, 21.18 Uhr): 260.939 (9326 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 234.600

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.832 (+519)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,04 (Vortag 1,18)

TOP-NEWS: Infizierter Arzt praktizierte einfach weiter: Mindestens fünf Menschen infiziert

18.40 Uhr: Kontakt mit Corona-Infizierten, Krankheitssymptome und trotzdem weitergearbeitet: Dieses fahrlässige Verhalten eines Arztes führte nun wohl zu weiteren Infektionen im Landkreis Deggendorf, am Fuße des Bayerischen Waldes gelegen. Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet, sollen fünf Kontaktpersonen des Arztes positiv auf das Virus getestet worden seien. Insgesamt 275 Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne. Der Sender beruft sich auf Informationen des Landratsamtes des Kreises Deggendorf. Zunächst war lediglich eine Infektion bekannt gewesen, die einer Schülerin einer Realschule.

Das Verhalten des Arztes könnte nun schwere Konsequenzen haben: Der Landrat Deggendorfs, Christian Bernreiter (CSU), will bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Arzt erstatten. Gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“ sagte er, dass ihm die „Worte fehlen“. Zwar gebe es für infizierte Ärzte Ausnahmeregelungen, wie sie mit besonderen Schutzmaßnahmen weiter praktizieren können, diese seien aber nach Angaben des Senders mit Verweis auf den Landrat nicht zur Anwendung gekommen.

Wie der "Bayerische Rundfunk" weiter berichtet, habe sich der Arzt bei einer Feier in Tschechien angesteckt. Laut dem Sender habe er gewusst, dass dort infizierte Personen zugegen waren, trotz dieser Tatsache und Krankheitssymptomen habe er aber weiterbehandelt, bis sein eigens durchgeführter Corona-Test ein positives Testergebnis zustande gebracht hatte. Wie der Sender berichtet, ist die Praxis des infizierten Arztes bis auf Weiteres geschlossen.

Länder einig bei sechswöchigem Testbetrieb für Fan-Rückkehr

17.20 Uhr: Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien verständigten sich diese am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern. Die Grenze liegt demnach oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität. Alles Weitere zu dem Thema lesen Sie hier

TOP-NEWS: Niederlande verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn

16.58 Uhr: Die Niederlande hat am Dienstag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie vermeldet. Die kommunalen, öffentlichen Gesundheitsbehörden des Landes vermeldeten 1.379 Neuinfektionen und damit nochmal 79 mehr als am Montag. Auch die wöchentlichen Zahlen schießen in die Höhe und lagen mit rund 8.200 Infektionen deutlich über dem Wert der Vorwoche (ca. 5.400). Daneben würden laut der Zahlen der Behörden auch die Krankenhauseinweisungen deutlich zunehmen.

Erneute Abriegelung von Mallorca-Wohnviertel wegen Corona

15.53 Uhr: Auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca soll im Kampf gegen Corona erneut ein Wohngebiet der Hauptstadt Palma abgeriegelt werden. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Gebiet Arquitecte Bennàssar im Nordosten der Stadt werde man bis zum Wochenende beschließen und in Kraft treten lassen, kündigte die Ministerpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, am Dienstag im Regionalparlament an. Ähnliche Maßnahmen werde man auch für einige, von Neuausbrüchen ebenfalls schwer betroffene Gebiete von Ibiza anordnen. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit seien für Viertel der gleichnamigen Inselhauptstadt sowie in San Antoni vorgesehen.

Seit Freitagabend ist auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca das an Arquitecte Bennàssar angrenzende Son Gotleu abgeriegelt. Die etwa 23 000 Betroffenen dürfen das Arbeiterviertel seitdem nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern.

Diese Anordnung gilt zunächst für zwei Wochen. Es war die erste Abriegelung eines Gebiets auf den Balearen seit dem Ende des landesweiten dreineinhalbmonatigen Lockdowns am 21. Juni. In Spanien sind zahlreiche andere Gebiete oder Gemeinden abgeriegelt.

Sowohl in Son Gotleu als auch in Arquitecte Bennàssar leben viele Einwanderer aus Lateinamerika, Osteuropa und Afrika. Die sozialen Probleme dort haben sich aufgrund der Pandemie weiter verschärft. Die Urlauber, die für die Wirtschaft der Inseln von enormer Bedeutung sind, kommen nur selten dorthin, obwohl sich in Arquitecte Bennàssar die Stierkampfarena Palmas befindet. Clara Margais/dpa

Landrat Speer: "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden"

14.12 Uhr: Noch rund 300 Testergebnisse stehen aus, erklärt Speer. Die derzeit geltenden Corona-Regeln, wie etwa das Schließen der Bars um 22 Uhr, werde beibehalten. "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden", sagt Landrat Speer.  Damit endet das Statement des Landrats.

14.11 Uhr: Die Stadt sei in enger Absprache mit der US-Armee, die zudem eigene Tests habe durchführen lassen. "Nach unserem Kenntnisstand sind alle positiv Getesteten in Quarantäne", erklärt Speer. Derzeit ermittle die Staatsanwaltschaft gegen die 26-Jährige.

14.10 Uhr: Speer appelliert an alle jungen Leute, sich noch testen zu lassen. dpa

14.09 Uhr: "Es werden noch viele Tests dazukommen", so Speer weiter. Es sei teilweise noch sehr schwierig, die Infektionsketten nachzuvollziehen, unter anderem, weil teilweise falsche Daten bei den Erfassungen angegeben worden sein.

Nur drei positive Testergebnisse in Garmisch

14.06 Uhr: Es geht los! Die 7-Tage-Inzidenz liege derzeit bei 55, bei den rund 700 Tests habe es drei positive Testergebnisse gegeben. "Das ist sehr erfreulich", sagt Speer. Die Ergebnisse vom Montag liegen aber noch nicht vor

14.00 Uhr: Wie viele Menschen hat die Superspreaderin von Garmisch-Partenkirchen auf ihrer Kneipentour angesteckt? Eine erste Testwelle ist vollendet, gleich will Landrat Anton Speer die Ergebnisse verkünden. Über 700 Menschen hatten sich dabei testen lassen.

Sachsen-Anhalt lockert weiter – Clubs öffnen

13.49 Uhr: Sachsen-Anhalt will zum November alle Bereiche mit Publikumsverkehr wieder öffnen. Vom 1. November sollen Clubs und Diskotheken wieder Gäste empfangen können, teilte die Landesregierung nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg mit. Das Besucherlimit solle bei 60 Prozent der in der Betriebserlaubnis festgelegten Personenzahl liegen sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Prostitutionsstätten können ab sofort wieder öffnen.

In Gaststätten kann künftig der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, wenn es geeignete Abtrennmöglichkeiten wie Plexiglaswände gebe. Mit Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen solle dafür gesorgt werden, dass sich im Innen- und Außenbereich nicht mehr als Zehner-Gruppen bildeten. Wichtig sei, dass Kontakte nachvollziehbar seien.

Die Obergrenze für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die bislang bei 500 Personen liegt, soll ab dem 1. November auf 1000 steigen. Profisport- und Kulturveranstaltungen könnten nach besonderer Genehmigung mit deutlich mehr Teilnehmern möglich sein. Private Feiern seien weiter mit bis zu 50 Personen möglich.

Garmisch-Partenkirchen: Um 14 Uhr werden Testergebnisse verkündet

13.37 Uhr: Um 14 Uhr will die Stadt Garmisch-Partenkirchen auf einer Pressekonferenz mitteilen, wie viele positive Corona-Tests es nach der Kneipen-Tour einer infizierten Frau in der Stadt gibt. FOCUS Online begleitet die Pressekonferenz für Sie hier im Liveticker.

"Ressourcenverschwendung": Ärzte-Präsident kritisiert bayerische Test-Strategie

08.34 Uhr: Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert die Strategie der bayerischen Staatsregierung, weiter großflächig auf Corona zu testen.  Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen, Moderatorin Veronika Lohmöller) sagte er: "Das halte ich für völlig falsch, weil ich glaube, dass das eine Verschwendung von Laborressourcen ist." dpa/Wolfgang Kumm/dpa Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.

"Ich glaube, dass wir die Kraft mehr darauf verwenden sollten, dass wir dort testen, wo wirklich erhebliche Gefahr besteht, dass wir dafür sorgen, dass (Anm. der Red.: wir) in Altenheimen, in Altenwohneinrichtungen, in Reha-Einrichtungen, in Pflegeeinrichtungen, (…) auch in Krankenhäusern, im Gesundheitswesen (…) weiter eine relativ flächendeckende Teststrategie fahren (…), ansonsten sollte man viel stärker anlassbezogen testen, indem man tatsächlich feststellt, hat jemand Kontakt gehabt, gibt es Hinweise, dass jemand infiziert sein könnte, und natürlich selbstverständlich dann, wenn jemand symptomatisch ist. Aber unsymptomatische Patienten flächendeckend zu testen, halte ich für falsch", so der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, im Interview mit der Bayern 2 radioWelt am Morgen.

Im Hinblick auf den Herbst und eine bevorstehende saisonale Zunahme von Infekten, forderte Klaus Reinhardt die Politik dazu auf, organisatorisch vorzusorgen:

"Das Entscheidende ist, ob wir mit der Teststrategie und dem Umgang in den Arztpraxen bei der Versorgung der sonst übrigen Erkrankten alles richtig machen. Da muss man sich darauf einrichten, dass wir, wenn wir die üblichen Erkältungserkrankungen zusätzlich zu Corona haben, in den Praxen unter Umständen herausgefordert sind. Da ist die Forderung, dass man sich organisatorisch jetzt schon darauf einrichtet, (…) Infektionssprechstunden anzubieten oder da, wo es sich anbietet, in Ballungszentren zum Beispiel, Testzentren (…) einzurichten, so dass man das Testgeschäft aus den Arztpraxen heraushalten kann. Das ist eine organisatorische Herausforderung, auf die man sich jetzt vorbereiten sollte und nicht dann, wenn es plötzlich so weit ist."

"Es war Dummheit": Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

Dienstag, 15. September, 06.26 Uhr: Eine einzelne Person ist mutmaßlich dafür verantwortlich, dass sich Garmisch-Partenkirchen derzeit wieder in einer Ausnahmesituation befindet. FOCUS Online traf Peter Messerschmitt, den Besitzer einer der Cocktailbars, in der sich die infizierte Frau aufgehalten haben soll.

"Es war Dummheit": Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

FOCUS Online „Es war Dummheit“: Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

TOP-NEWS: 1.272 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Neun neue Todesfälle

21.49 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 1.281 Fälle auf insgesamt 260.939 gestiegen. Neun neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, insgesamt kamen in Deutschland 9.326 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 72 Personen und liegt nun bei 18.313.

Der R-Wert blieb nach vier Tagen in Folge, an denen er angestiegen war, zum ersten Mal wieder gleich bei 1,18, damit aber weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.468 (+221) / 1.868 Todesfälle (+1)
  • Bayern: 62.145 (+456) / 2.644 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.353 (+85) / 226 (+0)
  • Brandenburg: 4.034 (+3) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.141 (+21) / 59 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 6.845 (+21) / 237 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.877 (+69) / 539 Todesfälle (+2)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1064 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 17.957 (+64) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.260 (+182) / 1.829 Todesfälle (+1)
  • Rheinland-Pfalz: 9.768 (+14) / 247 Todesfälle (+1)
  • Saarland: 3.215 (+1) / 177 Todesfälle (+2)
  • Sachsen: 6.405 (+62) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.362 (+29) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4.255 (+24) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.790 (+10) / 188 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 14.09.2020, 21.18 Uhr): 260.939 (9326 Todesfälle)

Vortag (Stand 13.09.2020, 19.23 Uhr): 259.658 (9317 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 233.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.304 (+63)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,18 (Vortag 1,18)

TOP-NEWS: WHO warnt schon vor nächster Pandemie

19.17 Uhr: Während die Welt derzeit gegen das Coronavirus kämpft, tut sie nach Ansicht eines internationalen Expertengremiums zu wenig, um sich auf die nächste Pandemie vorzubereiten. Die nächste Pandemie werde "auf jeden Fall" kommen und womöglich noch gefährlicher sein, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) – einem von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank ins Leben gerufenen internationalen Expertengremium.

"Die Coronavirus-Pandemie stellt einen harten Test für die Bereitschaftsplanung der Welt dar", heißt es in dem Bericht, an dem unter anderem die ehemalige WHO-Chefin Gro Harlem Brundtland mitarbeitete. Sollten nicht die richtigen Lehren daraus gezogen und entsprechend gehandelt werden, "dann wird die nächste Pandemie, die auf jeden Fall kommt, noch verheerender sein".

Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte bei der virtuellen Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichtes, dass Corona "nicht die letzte Pandemie, nicht der letzte weltweite Gesundheitsnotstand" sein werde. Die internationale Gemeinschaft müsse zusammen gegen das Virus kämpfen – und sich zusammen auf kommende Pandemien vorbereiten. Sven Hoppe/dpa

Zahl der coronainfizierten Schüler in Bayern verdoppelt

16.46 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen – ein Fall weniger. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150 000 Lehrkräfte. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

"Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dem Ministerium zufolge sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Es kam aber auch schon zu Schulschließungen. So findet etwa an der Mittelschule in Furth im Wald kein Präsenzunterricht statt. Corona-Fälle gibt es auch an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind ganz oder teilweise geschlossen. Robert Michael/dpa-Zentralbild/d

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.247 (+184) / 1.867 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 61.689 (+345) / 2.643 Todesfälle (+1) (Keine neuen Angaben am Sonntag)
  • Berlin: 12.268 (+15) / 226 (+0)
  • Brandenburg: 4.031 (+2) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.120 (+8) / 58 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Hamburg: 6824 (+11) / 237 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.808 (+94) / 537 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1054 (+8) / 20 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Niedersachsen: 17.893 (+67) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.078 (+259) / 1.828 Todesfälle (+0)
  • Rheinland-Pfalz: 9.754 (+47) / 246 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.214 (+4) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.343 (+66) / 225 Todesfälle (+1) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Sachsen-Anhalt: 2.333 (+16) / 66 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Schleswig-Holstein: 4.231 (+9) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.780 (+15) / 188 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 13.09.2020 19.23 Uhr): 259.658 (9317 Todesfälle)

Vortag (Stand 12.09.2020 20.54 Uhr): 258.945 (9317 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 232.100

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.241 (+13)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,18 (Vortag 1,15)

Nach ersten Infektionen in der vergangenen Woche: Nun 36 Schüler und drei Beschäftigte in Hamburger Schule infiziert

15.48 Uhr: Nachdem in der vergangenen Woche die ersten Infektionen an einer Schule in Hamburg bekanntgeworden waren, hat sich die Zahl der Infizierten nun nochmal erhöht. Wie die "Welt" berichtet, gebe es nun 36 infizierte Schüler und drei Beschäftigte an der Heinrich-Hertz-Schule. Das seien zehn Fälle mehr als in der Vorwoche, sagte der Sprecher der Schulbehörde nach Angaben der Zeitung. Wie das zuständige Gesundheitsamt mitteilte, deute vieles auf eine Infektionskette im schulischen Kontext hin, berichtet die "Welt" weiter.

Rund 400 Schülerinnen und Schüler und 200 Beschäftigte seien auf das Coronavirus getestet worden, zwölf Klassen befänden sich in präventiver Quarantäne. Der Ausbruch an der Heinrich-Hertz-Schule sei der bislang größte an einer Hamburger Schule.

Bürgermeister: Kaufbeuren hat das bundesweit größte Infektionsgeschehen

14.53 Uhr: Ein Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim macht Kaufbeuren wohl zum neuen Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Mit einem Wert von etwa 70 lässt der Ort im Allgäu damit sogar den bisherigen Spitzenreiter Würzburg hinter sich, wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) mitteilte. Offiziell hatte das Robert-Koch-Institut um Mitternacht noch gemeldet, dass Kaufbeuren mit einem Wert von 54,7 auf Platz zwei hinter Garmisch-Partenkirchen und vor Würzburg liegt.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Bosse sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk aber nun, dass ihm 13 weitere Fälle bekannt seien, die noch nicht in die Statistik mit eingeflossen seien. Er kommt damit auf einen Wert von etwa 70, was Kaufbeuren zur Stadt mit dem bundesweit größten Infektionsgeschehen machen würde.

Am Sonntag hatte der Oberbürgermeister über Facebook mitgeteilt, dass es einen neuen Todesfall gegeben habe. Außerdem schrieb er: "Bei den Neuerkrankungen innerhalb der letzten 7 Tage liegen wir, bezogen auf 100.000 Einwohner, bundesweit aktuell auf Platz 2 hinter Würzburg. Morgen werden wir wahrscheinlich Würzburg überholen. Trotzdem gehen wir weiter davon aus, dass die bestehenden Regeln im Stadtgebiet ausreichen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit wirksam zu begrenzen." Lino Mirgeler/dpa

TOP-NEWS: WHO meldet so viele Corona-Neuinfektionen wie nie zuvor – und warnt vor dem Herbst

8.39 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind beunruhigend. Mit fast 308.000 Neuinfizierten binnen 24 Stunden wurde ein neuer Rekord gesetzt – mehr Infektionen innerhalb eines Tages gab es noch nie. Vor allem in den USA, in Brasilien und in Indien sind enorme Anstiege zu beobachten.

Insgesamt sind bisher rund 917.000 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Mit rund 192.000 Toten, rangieren die USA an der Spitze.

Die WHO rechnet mit einer Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle in Europa im Oktober und November. "Es wird härter werden", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus in Europa an, die Zahl der täglichen Todesfälle ist hingegen relativ stabil geblieben.

Grenzwert deutlich überschritten: Stadt Würzburg verschärft Kontaktbeschränkungen

Montag, 14. September, 7.47 Uhr: Würzburg verschärft die Corona-Regeln. Wie die Stadt am Abend mitteilte, liegt der Inzidenzwert inzwischen bei 69,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – und damit deutlich über der Grenze von 50. Nun zieht die Stadt die Zügel an und verschärft die Kontaktbeschränkungen. So dürfen sich nur noch maximal fünf Personen in einer Gruppe aufhalten dürfen, ausgenommen Personen des eigenen Hausstandes.

Zudem dürfe auf öffentlichen Plätzen und Anlagen nicht mehr gefeiert werden – ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro soll abschrecken. Weitere Maßnahmen behalte sich die Stadt vor, vor allem im Falle eines weiter ansteigenden Inzidenzwerts.

Wegen zwei bestätigter Coronavirus-Infektionen und mehrerer Verdachtsfälle bleibt das Röntgen-Gymnasium zudem bis vorerst Mittwoch geschlossen. Eine Lehrkraft und ein Schulkind hätten sich nachweislich infiziert. Alle rund 850 Schüler und Mitarbeiter des Röntgen-Gymnasiums würden Anfang kommender Woche getestet.

Söder schlägt Probebetrieb in Fußballstadien vor

23.34 Uhr: CSU-Chef Markus Söder sieht Chancen für Bundesliga-Fußball vor Fans. "Ich bin zurückhaltend, aber ich sehe eine Chance, dass wir für einige Wochen eine Art Probebetrieb machen und Ende Oktober ein endgültiges Bild haben", sagte er der "Bild"-Zeitung am Sonntagabend. Die Entscheidung dazu solle in den kommenden Tagen fallen. Bayerns Ministerpräsident forderte aber strenge Auflagen, die an das jeweilige Stadion angepasst werden müssten. "Wie viele Zuschauer das pro Stadion sind, das muss man noch verhandeln." In jedem Fall dürfe ein Öffnen der Stadien nicht die Öffnung von Schulen und Kitas gefährden. Die gehe vor, sagte Söder. dpa/Sven Hoppe/dpa Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern.

TOP-NEWS: 713 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – keine neuen Todesfälle

20.17 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 713 Fälle auf insgesamt 259.658 gestiegen. Allerdings meldeten fünf Bundesländer (Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt) keine aktuellen Daten. Neue Corona-Todesfälle gab es in den vergangenen 24 Stunden nicht, insgesamt kamen in Deutschland 9.317 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 13 Personen und liegt nun bei 18.241.

Der R-Wert stieg den vierten Tag in Folge und liegt mit 1,18 weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Israels verhängt wegen Corona dreiwöchigen Lockdown

20.15 Uhr: Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Corona-Virus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen. Diese sollen am Freitagnachmittag um 13.00 Uhr (MESZ) in Kraft treten, vor Beginn der jüdischen Feiertage, und zunächst für drei Wochen gelten. dpa/Oded Balilty/AP/dpa Ultraorthodoxe Juden in Bnei Brak halten beim Gebet vor ihren Häusern den nötigen Mindestabstand ein, da in den Synagogen nur maximal zwanzig Personen gleichzeitig zugelassen sind.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, angesichts steigender Infektionszahlen hätten Klinikleiter "die rote Fahne erhoben". Es seien sofortige Maßnahmen notwendig. "Unser Ziel ist es, den Anstieg zu stoppen."

Schulen und Kindergärten sollen den Angaben zufolge geschlossen werden. Die Menschen dürfen sich außer in Ausnahmefällen nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Auch Hotels, Restaurants und Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen sollen nach Medienberichten geschlossen bleiben. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Behörden und Privatunternehmen sollen unter Einschränkungen arbeiten. Außerdem gelten Versammlungsbeschränkungen: Bis zu 20 Menschen dürfen sich im Freien und bis zu zehn Menschen in Innenräumen versammeln.

Der strengreligiöse Wohnungsminister und frühere Gesundheitsminister Jakov Litzman von der Partei Vereinigtes Tora-Judentum erklärte aus Protest gegen die Maßnahmen seinen Rücktritt. Litzman ist ein wichtiger Koalitionspartner Netanjahus.

Die Anzahl der Neuinfektionen in Israel ist zuletzt dramatisch gestiegen. An vier Tagen in Folge wurden in der abgelaufenen Woche jeweils Rekordwerte verzeichnet. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie hat inzwischen 150 000 überschritten, 1108 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

Es gab aus wirtschaftlichen Gründen starken Widerstand gegen neue Corona-Beschränkungen. Denn die Corona-Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei mehr als 20 Prozent.

Krankenhaus Vilshofen: Patienten mit Corona-Symptomen liegen in Mehrbettzimmern

17.43 Uhr: Obwohl zwei Patienten Corona-Symptome hatten, sind sie im Krankenhaus Vilshofen in Mehrbettzimmern untergebracht worden. Erst nachdem Tests eine Infektion nachwiesen, habe man beide Patienten isoliert, hieß es in einer Mitteilung des Krankenhauses am Sonntag. Infiziert habe sich bisher niemand.

Die Patienten wurden vergangene Woche trotz der verdächtigen Symptome nicht auf der Corona-Verdachtsstation untergebracht. Tests habe man ebenfalls nicht zeitnah durchgeführt. Wie es zu dem Vorfall kam, werde noch untersucht. "Unser bis dato sehr effizientes Hygienekonzept wurde in diesen Fällen von einzelnen Beschäftigten offenbar nicht umgesetzt", teilten die Verantwortlichen des Krankenhauses mit.

Man bedauere den Vorfall. Josef Mader, der Geschäftsführer der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen, teilte weiter mit, dass das Krankenhaus Sofortmaßnahmen ergriffen habe. Den Angaben nach wurde das Krankenhauspersonal sofort getestet, bisher habe sich niemand infiziert. Das Gesundheitsamt soll weitere Kontaktpersonen ermitteln und klären, ob es Ansteckungen gab.

TOP-NEWS: Frankreichs Ärzte schlagen Alarm: "Nach und nach verlieren wir den Überblick über die Neuinfektionen"

16.01 Uhr: Nachdem Frankreich am Samstag die Schwelle von 10 000 Corona-Infektionen an einem Tag überschritten hat, wie die Gesundheitsbehörde Santé Publique France erklärte, rief Premierminister Jean Castex dazu auf, wegen der Verschlechterung der Lage die Regeln für Hygiene, Abstand und Masken strikt einzuhalten.

Frankreich war nach Ausbruch der Pandemie eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa mit bisher 30 910 Toten. Die Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg in dem beliebten Urlaubsland in den zurückliegenden Wochen stark. Zuvor war sie einen Gutteil des Sommers relativ niedrig gewesen nach einem 55-tägigen Lockdown, der vom 17. März bis 11. Mai gegolten hatte. Worldometers/Screenshot

Castex wies die Behörden in Marseille und Bordeaux sowie im Überseegebiet Guadeloupe in der Karibik an, bis Montag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vorzulegen.

Die Zeitung "Le Journal du Dimanche" veröffentlichte am Sonntag einen Appell von sechs prominenten Ärzten, Kontakte mit Familien und Freunden so gering wie möglich zu halten und private Treffen zu vermeiden. "Nach und nach verlieren wir den Überblick über die Neuinfektionen", schrieben die sechs – darunter die Spezialistin für Infektionskrankheiten, Anne-Claude Crémieux, und der Professor für öffentliche Gesundheit, Philippe Amouyel. Je kleiner ein Raum sei, je mehr Leute sich darin befänden und je schlechter die Lüftung, umso größer sei das Risiko einer Ansteckung, warnten sie.

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