Die Corona-Pandemie hält Deutschland fest im Griff. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch. Nun verhängt das erste Bundesland nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Corona-Hotspots. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Topmeldungen zur Corona-Pandemie

  • Probleme bei Impfstoff-Verteilung: Pfizer und Biontech können nur Hälfte liefern (22.07 Uhr)
  • Infizierte Pfleger müssen Corona-Patienten betreuen (21.31 Uhr)
  • 23.268 Neuinfektionen in Deutschland (20.42 Uhr)

Corona im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie auf unserem Überblicksportal

News zur Corona-Pandemie am Freitag, 4. Dezember:

Der Corona-Check für Deutschland am Freitagmorgen

07.21 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitagmorgen 23.449 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Insgesamt haben sich laut RKI seit Beginn der Pandemie 1.130.238 Menschen in der Bundesrepublik mit dem neuen Coronavirus infiziert.

Wie viele Fälle sind noch aktiv, wie viele Menschen genesen oder gestorben? Wie viele andere steckt ein Infizierter im Durchschnitt an? FOCUS Online liefert Ihnen die wichtigsten Daten zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland. Mehr im Covid-19-Check für Deutschland am Freitag-Morgen.

Ärger um Massentests in Super-Hotspot Hildburghausen: Kinder ohne Test müssen zuhause bleiben

07.08 Uhr: Im Landkreis Hildburghausen soll der bundesweit erste großangelegte Test auf das Coronavirus am Freitag abgeschlossen werden. Bis zu 9000 Kindergarten- und Schulkinder sowie Lehrer und Erzieher waren aufgerufen, sich auf das neuartige Sars-CoV-2-Virus testen zu lassen. "Das war die maximale Stärke, ich rechne damit, dass wir etwa ein Drittel erreichen", sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Mit Ergebnissen sei voraussichtlich erst am Montag zu rechnen.

In dem Kreis an der Grenze zu Bayern waren die Kindergärten und Schulen am 25. November geschlossen worden. Hintergrund war der explosionsartige Anstieg der Infektionszahlen in der Region. Der Landkreis war tagelang die Region in Deutschland mit der höchsten Inzidenz mit bis zu 630 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Am Donnerstag war der Wert weiter zurückgegangen und lag laut Gesundheitsministerium bei 409,8.

dpa Heike Werner (r, Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen, beobachtet die Durchführung von Schnelltests in Hildburghausen.  

Müller bedauerte, dass sich nicht alle Bürgermeister und Kindertageseinrichtungen im Kreis dem Aufruf zu den freiwilligen Tests angeschlossen hatten. Auch Eltern hätten sich abgeneigt gezeigt. Dabei sollte auch herausgefunden werden, ob Schulen und Kitas eine erhöhte Corona-Dunkelziffer aufwiesen.

In einer Mitteilung der Landeselternvertretung (LEV) vom Donnerstagabend hieß es, unter den Eltern gebe es Unmut: "Immer wieder wurde die Freiwilligkeit des Tests betont – doch was Eltern nun erleben, scheint dem zu widersprechen", hieß es. "Während die Schulen und Kitas am kommenden Montag wieder für negativ getestete Kinder öffnen sollen, müssen Kinder ohne Test eine weitere Woche zu Hause bleiben." Nicht getesteten Kindern habe eigentlich kein Nachteil entstehen sollen, wie es hieß. "Eine weitere Woche häusliches Lernen ist im Vergleich zum direkten Schulbesuch durchaus einer."

Biden stellt 100-Tage-Maskenplan vor – als erstes will er Fauci befördern

07.00 Uhr: Der gewählte US-Präsident Joe Biden will den renommierten Corona-Experten Anthony Fauci zu seinem obersten medizinischen Berater machen. Biden sagte dem Nachrichtensender CNN am Donnerstag, er habe Fauci in einem Gespräch gebeten, "oberster medizinischer Berater für mich und Teil des Covid-Teams zu sein".

Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten gehört dem Corona-Krisenstab des abgewählten Präsidenten Donald Trump an. Mit seiner großen Expertise und seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Corona-Pandemie erwarb der 79-jährige Immunologe sich in der Öffentlichkeit große Anerkennung. Zugleich zog er sich immer wieder den Unmut des Präsidenten zu, der die Gefahr durch das Coronavirus von Anfang an kleingeredet hatte. AP Hat unter Trump schweren Stand: Anthony Fauci.

Biden, der das Präsidentenamt am 20. Januar antreten wird, hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu seiner dringlichsten Aufgabe erklärt. Auf CNN kündigte er nun an, er werde die Bevölkerung nach seiner Vereidigung aufrufen, in den folgenden 100 Tagen eine Schutzmaske zu tragen. "Nicht für immer. 100 Tage." Dadurch, und mit Impfstoffen, könnten die Infektionszahlen "deutlich" gesenkt werden.

Biden kündigte zudem an, er werde sich öffentlich impfen lassen, sobald ein Impfstoff zugelassen sei. "Wenn Doktor Fauci sagt, dass wir einen sicheren Impfstoff haben, werde ich vor der Öffentlichkeit stehen", sagte der künftige Präsident und tippte sich dann mit Hand auf die Schulter, um eine Impfung anzudeuten. "Es ist wichtig, der US-Bevölkerung zu kommunizieren, dass es sicher ist."

Österreicher sollen sich auf Coronavirus testen lassen

06.00 Uhr: In Österreich sollen Massentests die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen. Am Freitag startet das Projekt in großem Stil in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150 000 Tests pro Tag. Ziel der Regierung ist es, dass sich mehrere Millionen Menschen untersuchen lassen. Die Massentests gelten als wichtiger Baustein, gerade auch um symptomfreie Infizierte zu entdecken.

dpa Österreichs Kanzler Sebastian Kurz.  

99-jährige Kroatin übersteht Corona – ohne Symtome

05.55 Uhr: Eine 99-jährige Kroatin hat eine Coronavirus-Infektion überlebt. "Es ist vorbei, ich fühle mich jetzt gut", sagte Margareta Kranjcec der Zeitung Vecernji List. Die hoch betagte Seniorin wohnt in einem Altenheim in der Stadt Karlovac. Ende Oktober wurde sie nach einem positiven Corona-Test in ein Krankenhaus eingeliefert – nach drei Wochen wurde sie jedoch wieder entlassen.

Gleich mehrere Bewohner ihres Heims hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Kranjcec, die unter keinen ernsthaften Vorerkrankungen litt, zeigte jedoch keine Symptome, wie die Direktorin des Altenheims berichtete. 

"Angesichts ihrer Gebrechlichkeit und ihres hohen Alters ist es wirklich erstaunlich, dass ihr das Coronavirus nichts anhaben konnte", sagte Stefica Ljubic Mlinac der Nachrichtenagentur AFP.

Neuer Höchstwert: USA melden mehr als 210.000 Corona-Infektionen in 24 Stunden

05.50 Uhr: In den USA sind die meisten Neuinfektionen an einem Tag seit dem Beginn der Corona-Pandemie gemeldet worden. Binnen 24 Stunden seien landesweit mehr als 210.000 neue Fälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Donnerstagabend mit. Die Zahl der Toten erreichte demnach mit 2907 ebenfalls einen der höchsten bisher gemeldeten Werte. 

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 14,1 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 276.000 Infizierte starben. Wegen der Reisewelle rund um den wichtigsten US-Feiertag Thanksgiving hatten Experten einen erneuten sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle befürchtet.

News zur Corona-Pandemie am Donnerstag, 3. Dezember:

Pfizer und Biontech können bis Jahresende nur Hälfte des geplanten Corona-Impfstoffs ausliefern

22.07 Uhr: Der US-Pharmakonzern Pfizer wird bis Jahresende nur halb so viele Dosen des zusammen mit der deutschen Firma Biontech entwickelten Corona-Impfstoffes ausliefern können wie gedacht. Das bestätigte der Konzern gegenüber dem „Wall Street Journal“ (WSJ). Grund seien Verzögerungen in der Lieferkette.

Ursprünglich hatte Pfizer geplant, bis Ende 2020 insgesamt 100 Millionen Dosen ausliefern zu können, jetzt rechnet der Konzern nur noch mit 50 Millionen. „Es hat länger gedauert als gedacht, die Versorgungskette mit den benötigten Materialien aufzubauen“, zitiert das WSJ eine Sprecherin. „Wir waren spät dran“, sagte ein Mitarbeiter außerdem der Zeitung. „Einige Chargen der ersten Rohmaterialien entsprachen nicht unseren Standards. Das haben wir behoben, aber uns ist die Zeit ausgegangen, um die für dieses Jahr vorgesehene Versandmenge einzuhalten.“

Das Einrichten einer Lieferkette für Impfprodukte ist ein komplizierter Prozess, der für den Corona-Impfstoff auch noch beschleunigt werden muss. Normalerweise starten Pharmafirmen mit dem Aufbau von Produktionskapazitäten erst dann, wenn das Medikament von den Behörden zugelassen wurde. Diesmal musste jedoch alles schnell gehen. „Alles ist zur selben Zeit passiert“, zitiert das „Wall Street Journal“ einen Mitarbeiter. „Wir haben im März damit begonnen, die Lieferkette aufzusetzen, während der Impfstoff noch in der Entwicklung war. Das hat es noch nie gegeben.“

Der Rückstand von 50 Millionen Dosen bis Jahresende soll aber aufgeholt werden, betonte die Pfizer-Sprecherin gegenüber der Zeitung. Im Jahr 2021 will der Konzern insgesamt 1,3 Milliarden Dosen ausliefern. Virginia Mayo/AP/dpa

Klinik in Sachsen vor dem Kollaps: Infizierte Pfleger müssen Corona-Patienten betreuen

21.31 Uhr: In der Collm-Klinik im nordsächsischen Oschatz ist die Corona-Lage ernst. Wie ernst, verdeutlicht nun eine Aussage des dort zuständigen Chefarztes, Mario Günther: „Das positiv getestete Personal muss die Betreuung von positiv getesteten Patienten übernehmen.“ Das sagte Günther gegenüber „Bild.de.“

Selbst infizierte Pfleger müssen also die an Covid-19 erkrankten Patienten weiter betreuen. Nur so könne der Krankenhausbetrieb aufrecht erhalten bleiben, erklärte der Landkreis Nordsachsen am Donnerstag. Insgesamt hätten sich 40 Mitarbeiter und Patienten mit dem Virus angesteckt. Chefarzt Günther erklärte weiter, die Klinik sei in zwei Hälften geteilt: „Eine mit und eine ohne Infektionen.“

Nun gelte „Triage rot“ in der Oschatzer Klinik. Nur lebensbedrohliche Fälle könnten zur Notfallbehandlung angenommen werden. Ein Aufnahme-, Verlegungs- und Besucherstopp sei bereits verhängt worden. Zudem überlege man, auch die Röntgenabteilung zu schließen. So wolle man zusätzliche potenzielle Infektionsherde ausschließen.

Der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Andreas Kretschmar, zeigt sich von den drastischen Maßnahmen bewegt: „Die Klinik ist das medizinische Herz unserer Stadt. Aufnahme- und Besucherstopp treffen uns hart“, sagte er „Bild.de.“

Weiter richtete er mahnende Worte an die Bevölkerung. Man habe seit Wochen vor einer Lage wie dieser gewarnt. Der Raum Oschatz habe das stärkste Infektionsgeschehen in Nordsachsen – nun sehe man das Ergebnis. Kretschmar fügte hinzu: „Ich hoffe, jetzt begreift auch der Letzte, wie ernst die Lage ist.“

23.268 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der beatmeten Covid-19-Patienten steigt deutlich

20.42 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen ist binnen 24 Stunden um 23.268 auf nun 1.119.609 gestiegen. Das geht aus den Daten der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Donnerstag hervor. Besonders stark ist der Anstieg bei den Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen (+4960), Bayern (+4680) und Baden-Württemberg (+3063). Aber auch Sachsen meldet mit 2685 neuen Corona-Fällen außergewöhnlich viele Neuinfektionen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 158.997 (+3063), 2918 Todesfälle (+36)
  • Bayern: 218.665 (+4680), 4082 Todesfälle (+106)
  • Berlin: 68.508 (+1244), 641 Todesfälle (+23)
  • Brandenburg: 21.773 (+661), 425 Todesfälle (+16)
  • Bremen: 10.504 (+75), 132 Todesfälle (+3)
  • Hamburg: 25.781 (+306), 340 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 90.966 (+1520), 1372 Todesfälle (+34)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6448 (+181), 71 Todesfälle (+3)
  • Niedersachsen: 74.470 (+1312), 1225 Todesfälle (+23)
  • Nordrhein-Westfalen: 272.021 (+4960), 3721 Todesfälle (+100)
  • Rheinland-Pfalz: 47.108 (+1047), 608 Todesfälle (+16)
  • Saarland: 13.627 (+237), 294 Todesfälle (+4)
  • Sachsen: 63.405 (+2685), 1138 Todesfälle (+63)
  • Sachsen-Anhalt: 13.844 (+483), 194 Todesfälle (+4)
  • Schleswig-Holstein: 15.065 (+245), 263 Todesfälle (+4)
  • Thüringen: 18.427 (+569), 394 Todesfälle (+16)

Gesamt (Stand 03.12., 20.38 Uhr): 1.119.609 (+23.268), 17.818 Todesfälle (+451)

Gesamt (Stand 02.12., 21.20 Uhr): 1.096.341, 17.367 Todesfälle

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 800.000 (+20.500)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 301.791 (Vortag: 299.474)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 03.12.): 0,83 (Vortag: 0,84)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3980 (+23)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2381 (+28)

Seit Beginn der Pandemie sind 17.818 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben (+451 am Donnerstag). Laut Robert Koch-Institut sind 800.000 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 301.791.

Die Zahl der invasiv beatmeten Covid-19-Patienten stieg am Donnerstag erneut deutlich – um 28 auf 2381. Bereits am Dienstag waren 31 weitere beatmete Patienten gemeldet worden, am Montag 26.

Der bundesweite Inzidenzwert beträgt derzeit 134. Somit haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Schnitt 134 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Der R-Wert fiel nur leicht, von 0,84 auf 0,83.

  
 

Weitere News zum Coronavirus finden Sie  auf der nächsten Seite.

Ein Bauer denkt, seine Henne brütet – dann sieht er genauer hin

FOCUS Online/Wochit Ein Bauer denkt, seine Henne brütet – dann sieht er genauer hin  

 

 

Quelle: Den ganzen Artikel lesen