Bestimmte Tätigkeiten erhöhen das Kniearthrose-Risiko

Einige Berufe, die beispielsweise mit schwerem Heben, längerem Knien, Hocken und Stehen verbunden sind, begünstigt die Entstehung von Kniearthrose. Eine Auswertung von verschiedenen Studien versuchte jetzt die Frage zu klären, welche Berufe tatsächlich zu einem erhöhten Kniearthrose-Risiko führen.

Bei der aktuellen Studienauswertung durch Forschende der University of Sydney wurde festgestellt, dass Menschen in einigen bestimmten Berufen einem stark erhöhten Risiko für Kniearthrose aussetzt. Die Ergebnisse wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Arthritis Care & Research“ veröffentlicht.

Wie verbreitet ist Kniearthrose

Kniearthrose ist eine weit verbreitete, chronische Erkrankung und einer der Hauptverursacher von Arbeitsausfall und Behinderung auf der ganzen Welt. Die Forschenden versuchten nun herauszufinden, ob bestimmte Arbeitsplätze die Beschäftigten einem höheren Risiko für die Entstehung von Arthrose im Knie aussetzen.

71 Studien wurden ausgewertet

Um dies besser zu verstehen, analysierten die Forschenden die Ergebnisse von 71 Studien mit mehr als 950.000 Teilnehmenden. Hierbei zeigte sich eine signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Kniearthrose bei Berufsgruppen, in denen Beschäftigte hohen körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind.

Welche Berufe waren besonders betroffen?

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Besonders gefährdet für die Entstehung von Kniearthrose waren Menschen, die beispielsweise in der Landwirtschaft, auf dem Bau, in der Metallverarbeitung, im Bergbau, als Reinigungskräfte oder im Fliesen- und Pflasterbau arbeiteten, berichtet das Forschungsteam.

Bis zu 64 Prozent erhöhtes Risiko

Verglichen mit Beschäftigten, die viel im Sitzen arbeiten und wenig körperlich belastet werden, wiesen in der Landwirtschaft arbeitende Menschen eine bis zu 64 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Kniearthrose auf, berichten die Forschenden. Bei Beschäftigung auf dem Bau beziehungsweise beim Pflasterbau sei die Wahrscheinlichkeit für eine Kniearthrose um 63 Prozent erhöht ausgefallen.

Es werden Maßnahmen zur Prävention benötigt

Die Ergebnisse dieser gemeinschaftlichen Forschungsarbeit deuten darauf hin, welche Arbeitsplätze mit einem stark erhöhten Risiko für die Entwicklung von Kniearthrose verbunden sind, berichtet das Team. Bestimmte, häufig durchgeführte Tätigkeiten am Arbeitsplatz scheinen betroffene Personen für Kniearthrose anfälliger zu machen, die weltweit häufigste Form der Gelenkerkrankung, betonen die Forschenden. Daher seien unbedingt maßgeschneiderte Strategien zur frühzeitigen Prävention erforderlich. Es gelte die Belegschaften zu schützen, so dass sie tatsächlich bis zum Rentenalter arbeitsfähig bleiben. (as)

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