Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 17. Februar 2021

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EU handelt Vertrag über 300 Millionen Impfdosen von Moderna aus

13.07 Uhr: Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit.

Biontech bestätigt EU-Deal über 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen

10.42 Uhr: Die Impfkampagne in der EU läuft nach wie vor schleppend. Doch jetzt kommt Nachschub: Biontech bestätigte am Mittwoch eine EU-Bestellung über 200 Millionen Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffes bestellt. Diese sollen voraussichtlich noch 2021 geliefert werden, rund 75 Millionen davon im zweiten Quartal. Bisher hatte die Kommission bereits 300 Millionen Dosen bei dem Unternehmen bestellt.

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    Mittwoch, 17. Februar, 09.38 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine Wahlmöglichkeit für Bürger beim Corona-Impfstoff abgelehnt. Die drei verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen und wissenschaftlich geprüft, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der Bayern-2-Radiowelt am Mittwoch. Das gelte auch für den Impfstoff von Astrazeneca. Hintergrund sind Berichte über Nebenwirkungen nach Impfungen mit dem Wirkstoff des britisch-schwedischen Konzerns.

    Es herrsche ein Mangel an Impfstoff, sagte Holetschek. Der Impfstoff von Astrazeneca schütze vor schweren Verläufen einer Erkrankung. „Astrazeneca ist ein guter und sicherer Impfstoff“, sagte Holetschek. „Wir haben jetzt einfach noch zu wenig Impfstoff. Wir hoffen, dass es mehr wird. Aber jetzt geht es um die Einschätzung der Situation im Moment. Und da stehen die drei zur Verfügung, und da ist es eben kein Wunschkonzert“, betonte der Minister.

    Drosten: Weiterhin auf "sehr guten" Astrazeneca-Impfstoff setzen

    22.23 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hält den derzeit vieldiskutierten Corona-Impfstoff von Astrazeneca unverändert für ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe keinen Grund, in Deutschland nicht mit dem Mittel zu arbeiten, sagte der Charité-Virologe im Podcast "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info. Wenn er sich die öffentliche Diskussion um diesen Impfstoff anschaue, habe er den Eindruck, dass vieles falsch verstanden worden sei. Drosten sprach sich dafür aus, hierzulande unbedingt auch auf den nach seiner Einschätzung "sehr guten" Astrazeneca-Impfstoff zu bauen. Christophe Gateau/dpa Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin

    "Wir müssen alles dransetzen, jetzt so schnell wie möglich in der Breite zu impfen", bilanzierte der Virologe. "Die Impfstoffe, die wir haben, die sind extrem gut gegenüber dem, was man erwarten konnte. Es gibt immer irgendwo ein Haar in der Suppe und manche schauen da mit dem Vergrößerungsglas drauf." Das solle man nicht tun. Wichtig sei, dass die Impfstoffe das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs minimierten. Kürzlich war bekannt geworden, dass der Astrazeneca-Impfstoff bei einer zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von Covid-19 schützt. In Südafrika ist eine geplante Impfaktion mit dem Impfstoff daher kurzfristig ausgesetzt worden.

    21.33 Uhr: Nach Klagen von Klinik-Angestellten über Nebenwirkungen sind in Niedersachsen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca an zwei Orten vorübergehend gestoppt worden. Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig teilte am Dienstag auf Anfrage mit, geplante Impfungen mit diesem Präparat zu verschieben. Zunächst hatte die "Braunschweiger Zeitung" berichtet.

    Im Landkreis Leer galt zwischenzeitlich ebenfalls ein Stopp für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel. Am Dienstagabend gab der Kreis dafür aber wieder grünes Licht.

    In der Braunschweiger Klinik traten von 88 Beschäftigten, die am Donnerstag geimpft wurden, 37 wegen "Impfreaktionen" vorübergehend nicht zur Arbeit an. Die weiteren Impfungen würden nun ausgesetzt – auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin. Auch am Klinikum Emden meldeten sich Beschäftigte nach Impfungen krank. Daraufhin kündigte der benachbarte Landkreis Leer zunächst ebenfalls an, das Mittel nicht mehr zu spritzen. "Denn unsere Impfdosen stammen vermutlich aus der gleichen Charge wie in Emden", hieß es. Nach Rücksprache mit dem Land wurde dies wieder aufgehoben.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) können Reaktionen sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna als auch beim Vektor-basierten Astrazeneca-Präparat auftreten. Der Leiter des Krisenstabs des Landes Niedersachsen, Heiger Scholz, zeigte sich am Dienstag aber überrascht angesichts des vermehrten Auftretens von Nebenwirkungen. Ein Chargenproblem sei nicht auszuschließen. Niemand habe aber mit Komplikationen in eine Klinik gemusst, sagte Scholz. Letztlich seien die erwartbaren Nebenwirkungen ein positives Zeichen – man sehe, dass der Impfstoff wirke.

    Was tun, wenn Menschen nicht zum Impf-Termin erscheinen? Spahn macht Vorschlag

    17.27 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Interview mit RTL/ntv Redaktion an Impfdrängler appelliert. Gerade junge Politiker sollten sich "zurückhalten", weil sie eine "Vorbildfunktion" hätten, so Spahn. Aber: "Es ist auch wichtig, dass wir den knappen Impfstoff nutzen und nicht wegwerfen", betonte der CDU-Politiker. Seine Empfehlung: Die Impfzentren sollten für sich eine Impf-Reihenfolge beziehungsweise Liste mit Impf-Kandidaten festlegen, die sie im Falle eines Ausfalls anrufen und vorziehen könnten.

    In dem Interview räumte Spahn zudem ein, bei seinem Management der Corona-Pandemie auch Fehler gemacht zu haben. Allerdings betonte Spahn, dass er sich nichts "verzeihen" müsse. Das wäre nur der Fall gewesen, hätte er den Menschen "bewusst eine falsche Hoffnung" gemacht oder gar bewusst eine Fehlentscheidung getroffen. "Das, soweit ich das überblicken kann für die letzten 12 Monate, war nicht der Fall. Habe ich immer richtig gelegen? Ohne Zweifel, nein", sagte Spahn.

    Johnson & Johnson beantragt Impfstoff-Zulassung in der EU

    16.35 Uhr: In der EU könnte bald ein weiterer Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen werden. Das US-Unternehmen Johnson & Johnson hat am Dienstag die Impfstoff-Zulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA beantragt. Das teilte die Behörde mit. Im Kampf gegen die Pandemie könnte den EU-Mitgliedsstaaten somit bald ein weiteres Vakzin zur Verfügung stehen. Bislang sind in der EU die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen.

    Schafft das Vakzin die Zulassung, wird das die Impfkampagne nach Angaben von Experten deutlich vereinfachen: Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Injektion nötig. Die Europäische Kommission hat 200 Millionen Dosen des Wirkstoffes von Johnson & Johnson bestellt, mit einer Option für 200 Millionen weitere. Demnach könnten bei einer Zulassung 100 Millionen Dosen bis Juni geliefert werden. Johnson/AP/picture alliance Johnson&Johnson-Vakzine muss nur einmal verimpft werden

    Vier Millionen Menschen in Israel mit Erstimpfung geimpft

    16.28 Uhr: Die Zahl der Erstimpfungen gegen das Coronavirus hat nach Regierungsangaben am Dienstag in Israel die Marke von vier Millionen erreicht. Damit bekamen nun etwa 43 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis verabreicht, die zweite Dosis erhielten bislang mehr als 2,6 Millionen Menschen. Rund 30 Prozent der Israelis sind jünger als 16 Jahre, diese Gruppe kann vorerst nicht geimpft werden.

    Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wohnte der viermillionsten Erstimpfung in einer Klinik in Jerusalem bei. Er rief die Menschen auf, sich impfen zu lassen – zu ihrem eigenen Schutz, zur Entlastung der Krankenhäuser, zur Vermeidung neuer Lockdowns und damit sie die Vorteile des grünen Ausweises nutzen können. Der sogenannte Grüne Ausweis in Israel soll Geimpften oder Genesenen eine schnellere Rückkehr in die Normalität gewähren und so als Impfanreiz dienen.

    Kaum jemand will Astrazeneca-Impfstoff: Mehr als 670.000 Dosen lagern unberührt in Impfzentren

    14.01 Uhr: Die ersten Lieferungen des Impfstoffs von Astrazeneca waren zwischen EU und dem britisch-schwedischen Hersteller hart umkämpft, doch in den Bundesländern liegt das Präparat offensichtlich auf Halde. Bundesweit wurden von 736.800 bislang gelieferten Impfdosen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag lediglich 64.869 Dosen verimpft. Grund zur Sparsamkeit gibt es jedoch nicht, denn Nachschub ist bereits am Donnerstag zu erwarten. dpa/Pedro Fiuza/ZUMA Wire/dpa Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat eine Notfallzulassung der WHO erhalten.

    Laut Bundesgesundheitsministerium sollen dann von Astrazeneca noch einmal 736.800 Impfdosen geliefert werden, am 27. Februar dann weitere gut eine Million Impfdosen. Insgesamt werden demnach bis einschließlich 1. April rund 5,6 Millionen der Dosen erwartet.

    Verunsicherung gibt es allerdings laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" offensichtlich hinsichtlich der Wirksamkeit des Mittels. Verwiesen wird auf Studien, die für den Impfstoff von Astrazeneca eine Wirksamkeit von 70 Prozent ermittelt haben, 20 Prozentpunkte weniger als bei den Mitteln von Biontech und Moderna. Zudem darf der Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland wegen fehlender Daten zur Wirksamkeit bislang nur an unter 65-Jährige verimpft werden.  

    Weiter berichtete das Magazin von "massenhaft" ausfallenden Impfterminen, weil Berechtigte nicht erscheinen würden. Eine Sprecherin des saarländischen Gesundheitsministeriums wurde mit den Worten zitiert: "Uns sind Fälle bekannt, bei denen Personen das Impfangebot mit Astrazeneca ablehnen." Die Termine würden dann aber an andere Menschen gegeben werden, hieß es.

     

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