Das Coronavirus breitet sich in Europa wieder stark aus – teilweise stärker als beim ersten Mal. Am Sonntag wurden in Deutschland über 700 Neuinfektionen gemeldet, der R-Wert ist den vierten Tag in Folge gestiegen. Alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt im News-Ticker.

  • Live-Karte zum Virus-Ausbruch und Coronavirus-Radar mit Zahlen und Fakten
  • Mehr News, Service und Ideen zur Corona-Pandemie finden Sie auf unserem Überblicksportal

Topmeldungen zur Corona-Pandemie: 1.272 Corona-Neuinfektionen in Deutschland (21.49 Uhr) +++ WHO warnt schon vor nächster Pandemie (19.17 Uhr) +++ Bürgermeister: Kaufbeuren hat das bundesweit größte Infektionsgeschehen (14.53 Uhr) +++ WHO meldet so viele Neuinfektionen wie nie zuvor – und warnt vor dem Herbst (8.39 Uhr)

"Es war Dummheit": Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

Dienstag, 15. September, 06.26 Uhr: Eine einzelne Person ist mutmaßlich dafür verantwortlich, dass sich Garmisch-Partenkirchen derzeit wieder in einer Ausnahmesituation befindet. FOCUS Online traf Peter Messerschmitt, den Besitzer einer der Cocktailbars, in der sich die infizierte Frau aufgehalten haben soll.

"Es war Dummheit": Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

FOCUS Online „Es war Dummheit“: Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

TOP-NEWS: 1.272 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Neun neue Todesfälle

21.49 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 1.272 Fälle auf insgesamt 260.930 gestiegen. Neun neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, insgesamt kamen in Deutschland 9.326 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 63 Personen und liegt nun bei 18.304.

Der R-Wert blieb nach vier Tagen in Folge, an denen er angestiegen war, zum ersten Mal wieder gleich bei 1,18, damit aber weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.468 (+221) / 1.868 Todesfälle (+1)
  • Bayern: 62.145 (+456) / 2.644 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.353 (+85) / 226 (+0)
  • Brandenburg: 4.034 (+3) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.141 (+21) / 59 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 6.845 (+21) / 237 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.877 (+69) / 539 Todesfälle (+2)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1064 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 17.957 (+64) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.260 (+182) / 1.829 Todesfälle (+1)
  • Rheinland-Pfalz: 9.768 (+14) / 247 Todesfälle (+1)
  • Saarland: 3.215 (+1) / 177 Todesfälle (+2)
  • Sachsen: 6.405 (+62) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.362 (+29) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4.255 (+24) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.790 (+10) / 188 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 14.09.2020, 21.18 Uhr): 260.930 (9326 Todesfälle)

Vortag (Stand 13.09.2020, 19.23 Uhr): 259.658 (9317 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 233.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.304 (+63)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,18 (Vortag 1,18)

TOP-NEWS: WHO warnt schon vor nächster Pandemie

19.17 Uhr: Während die Welt derzeit gegen das Coronavirus kämpft, tut sie nach Ansicht eines internationalen Expertengremiums zu wenig, um sich auf die nächste Pandemie vorzubereiten. Die nächste Pandemie werde "auf jeden Fall" kommen und womöglich noch gefährlicher sein, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) – einem von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank ins Leben gerufenen internationalen Expertengremium.

"Die Coronavirus-Pandemie stellt einen harten Test für die Bereitschaftsplanung der Welt dar", heißt es in dem Bericht, an dem unter anderem die ehemalige WHO-Chefin Gro Harlem Brundtland mitarbeitete. Sollten nicht die richtigen Lehren daraus gezogen und entsprechend gehandelt werden, "dann wird die nächste Pandemie, die auf jeden Fall kommt, noch verheerender sein".

Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte bei der virtuellen Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichtes, dass Corona "nicht die letzte Pandemie, nicht der letzte weltweite Gesundheitsnotstand" sein werde. Die internationale Gemeinschaft müsse zusammen gegen das Virus kämpfen – und sich zusammen auf kommende Pandemien vorbereiten. Sven Hoppe/dpa

Zahl der coronainfizierten Schüler in Bayern verdoppelt

16.46 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen – ein Fall weniger. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150 000 Lehrkräfte. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

"Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dem Ministerium zufolge sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Es kam aber auch schon zu Schulschließungen. So findet etwa an der Mittelschule in Furth im Wald kein Präsenzunterricht statt. Corona-Fälle gibt es auch an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind ganz oder teilweise geschlossen. Robert Michael/dpa-Zentralbild/d

Nach ersten Infektionen in der vergangenen Woche: Nun 36 Schüler und drei Beschäftigte in Hamburger Schule infiziert

15.48 Uhr: Nachdem in der vergangenen Woche die ersten Infektionen an einer Schule in Hamburg bekanntgeworden waren, hat sich die Zahl der Infizierten nun nochmal erhöht. Wie die "Welt" berichtet, gebe es nun 36 infizierte Schüler und drei Beschäftigte an der Heinrich-Hertz-Schule. Das seien zehn Fälle mehr als in der Vorwoche, sagte der Sprecher der Schulbehörde nach Angaben der Zeitung. Wie das zuständige Gesundheitsamt mitteilte, deute vieles auf eine Infektionskette im schulischen Kontext hin, berichtet die "Welt" weiter.

Rund 400 Schülerinnen und Schüler und 200 Beschäftigte seien auf das Coronavirus getestet worden, zwölf Klassen befänden sich in präventiver Quarantäne. Der Ausbruch an der Heinrich-Hertz-Schule sei der bislang größte an einer Hamburger Schule.

Bürgermeister: Kaufbeuren hat das bundesweit größte Infektionsgeschehen

14.53 Uhr: Ein Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim macht Kaufbeuren wohl zum neuen Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Mit einem Wert von etwa 70 lässt der Ort im Allgäu damit sogar den bisherigen Spitzenreiter Würzburg hinter sich, wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) mitteilte. Offiziell hatte das Robert-Koch-Institut um Mitternacht noch gemeldet, dass Kaufbeuren mit einem Wert von 54,7 auf Platz zwei hinter Garmisch-Partenkirchen und vor Würzburg liegt.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Bosse sagte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk aber nun, dass ihm 13 weitere Fälle bekannt seien, die noch nicht in die Statistik mit eingeflossen seien. Er kommt damit auf einen Wert von etwa 70, was Kaufbeuren zur Stadt mit dem bundesweit größten Infektionsgeschehen machen würde.

Am Sonntag hatte der Oberbürgermeister über Facebook mitgeteilt, dass es einen neuen Todesfall gegeben habe. Außerdem schrieb er: "Bei den Neuerkrankungen innerhalb der letzten 7 Tage liegen wir, bezogen auf 100.000 Einwohner, bundesweit aktuell auf Platz 2 hinter Würzburg. Morgen werden wir wahrscheinlich Würzburg überholen. Trotzdem gehen wir weiter davon aus, dass die bestehenden Regeln im Stadtgebiet ausreichen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit wirksam zu begrenzen." Lino Mirgeler/dpa

TOP-NEWS: WHO meldet so viele Corona-Neuinfektionen wie nie zuvor – und warnt vor dem Herbst

8.39 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind beunruhigend. Mit fast 308.000 Neuinfizierten binnen 24 Stunden wurde ein neuer Rekord gesetzt – mehr Infektionen innerhalb eines Tages gab es noch nie. Vor allem in den USA, in Brasilien und in Indien sind enorme Anstiege zu beobachten.

Insgesamt sind bisher rund 917.000 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Mit rund 192.000 Toten, rangieren die USA an der Spitze.

Die WHO rechnet mit einer Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle in Europa im Oktober und November. "Es wird härter werden", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus in Europa an, die Zahl der täglichen Todesfälle ist hingegen relativ stabil geblieben.

Grenzwert deutlich überschritten: Stadt Würzburg verschärft Kontaktbeschränkungen

Montag, 14. September, 7.47 Uhr: Würzburg verschärft die Corona-Regeln. Wie die Stadt am Abend mitteilte, liegt der Inzidenzwert inzwischen bei 69,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – und damit deutlich über der Grenze von 50. Nun zieht die Stadt die Zügel an und verschärft die Kontaktbeschränkungen. So dürfen sich nur noch maximal fünf Personen in einer Gruppe aufhalten dürfen, ausgenommen Personen des eigenen Hausstandes.

Zudem dürfe auf öffentlichen Plätzen und Anlagen nicht mehr gefeiert werden – ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro soll abschrecken. Weitere Maßnahmen behalte sich die Stadt vor, vor allem im Falle eines weiter ansteigenden Inzidenzwerts.

Wegen zwei bestätigter Coronavirus-Infektionen und mehrerer Verdachtsfälle bleibt das Röntgen-Gymnasium zudem bis vorerst Mittwoch geschlossen. Eine Lehrkraft und ein Schulkind hätten sich nachweislich infiziert. Alle rund 850 Schüler und Mitarbeiter des Röntgen-Gymnasiums würden Anfang kommender Woche getestet.

Söder schlägt Probebetrieb in Fußballstadien vor

23.34 Uhr: CSU-Chef Markus Söder sieht Chancen für Bundesliga-Fußball vor Fans. "Ich bin zurückhaltend, aber ich sehe eine Chance, dass wir für einige Wochen eine Art Probebetrieb machen und Ende Oktober ein endgültiges Bild haben", sagte er der "Bild"-Zeitung am Sonntagabend. Die Entscheidung dazu solle in den kommenden Tagen fallen. Bayerns Ministerpräsident forderte aber strenge Auflagen, die an das jeweilige Stadion angepasst werden müssten. "Wie viele Zuschauer das pro Stadion sind, das muss man noch verhandeln." In jedem Fall dürfe ein Öffnen der Stadien nicht die Öffnung von Schulen und Kitas gefährden. Die gehe vor, sagte Söder. dpa/Sven Hoppe/dpa Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern.

TOP-NEWS: 713 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – keine neuen Todesfälle

20.17 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 713 Fälle auf insgesamt 259.658 gestiegen. Allerdings meldeten fünf Bundesländer (Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt) keine aktuellen Daten. Neue Corona-Todesfälle gab es in den vergangenen 24 Stunden nicht, insgesamt kamen in Deutschland 9.317 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 13 Personen und liegt nun bei 18.241.

Der R-Wert stieg den vierten Tag in Folge und liegt mit 1,18 weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.247 (+184) / 1.867 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 61.689 (+345) / 2.643 Todesfälle (+1) (Keine neuen Angaben am Sonntag)
  • Berlin: 12.268 (+15) / 226 (+0)
  • Brandenburg: 4.031 (+2) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.120 (+8) / 58 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Hamburg: 6824 (+11) / 237 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.808 (+94) / 537 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1054 (+8) / 20 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Niedersachsen: 17.893 (+67) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.078 (+259) / 1.828 Todesfälle (+0)
  • Rheinland-Pfalz: 9.754 (+47) / 246 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.214 (+4) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.343 (+66) / 225 Todesfälle (+1) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Sachsen-Anhalt: 2.333 (+16) / 66 Todesfälle (+0) (Keine neuen Angaben am Wochenende)
  • Schleswig-Holstein: 4.231 (+9) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.780 (+15) / 188 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 13.09.2020 19.23 Uhr): 259.658 (9317 Todesfälle)

Vortag (Stand 12.09.2020 20.54 Uhr): 258.945 (9317 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 232.100

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.241 (+13)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,18 (Vortag 1,15)

Israels verhängt wegen Corona dreiwöchigen Lockdown

20.15 Uhr: Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Corona-Virus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen. Diese sollen am Freitagnachmittag um 13.00 Uhr (MESZ) in Kraft treten, vor Beginn der jüdischen Feiertage, und zunächst für drei Wochen gelten. dpa/Oded Balilty/AP/dpa Ultraorthodoxe Juden in Bnei Brak halten beim Gebet vor ihren Häusern den nötigen Mindestabstand ein, da in den Synagogen nur maximal zwanzig Personen gleichzeitig zugelassen sind.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, angesichts steigender Infektionszahlen hätten Klinikleiter "die rote Fahne erhoben". Es seien sofortige Maßnahmen notwendig. "Unser Ziel ist es, den Anstieg zu stoppen."

Schulen und Kindergärten sollen den Angaben zufolge geschlossen werden. Die Menschen dürfen sich außer in Ausnahmefällen nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Auch Hotels, Restaurants und Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen sollen nach Medienberichten geschlossen bleiben. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Behörden und Privatunternehmen sollen unter Einschränkungen arbeiten. Außerdem gelten Versammlungsbeschränkungen: Bis zu 20 Menschen dürfen sich im Freien und bis zu zehn Menschen in Innenräumen versammeln.

Der strengreligiöse Wohnungsminister und frühere Gesundheitsminister Jakov Litzman von der Partei Vereinigtes Tora-Judentum erklärte aus Protest gegen die Maßnahmen seinen Rücktritt. Litzman ist ein wichtiger Koalitionspartner Netanjahus.

Die Anzahl der Neuinfektionen in Israel ist zuletzt dramatisch gestiegen. An vier Tagen in Folge wurden in der abgelaufenen Woche jeweils Rekordwerte verzeichnet. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie hat inzwischen 150 000 überschritten, 1108 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

Es gab aus wirtschaftlichen Gründen starken Widerstand gegen neue Corona-Beschränkungen. Denn die Corona-Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt. Die Arbeitslosigkeit lag im Sommer bei mehr als 20 Prozent.

Krankenhaus Vilshofen: Patienten mit Corona-Symptomen liegen in Mehrbettzimmern

17.43 Uhr: Obwohl zwei Patienten Corona-Symptome hatten, sind sie im Krankenhaus Vilshofen in Mehrbettzimmern untergebracht worden. Erst nachdem Tests eine Infektion nachwiesen, habe man beide Patienten isoliert, hieß es in einer Mitteilung des Krankenhauses am Sonntag. Infiziert habe sich bisher niemand.

Die Patienten wurden vergangene Woche trotz der verdächtigen Symptome nicht auf der Corona-Verdachtsstation untergebracht. Tests habe man ebenfalls nicht zeitnah durchgeführt. Wie es zu dem Vorfall kam, werde noch untersucht. "Unser bis dato sehr effizientes Hygienekonzept wurde in diesen Fällen von einzelnen Beschäftigten offenbar nicht umgesetzt", teilten die Verantwortlichen des Krankenhauses mit.

Man bedauere den Vorfall. Josef Mader, der Geschäftsführer der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen, teilte weiter mit, dass das Krankenhaus Sofortmaßnahmen ergriffen habe. Den Angaben nach wurde das Krankenhauspersonal sofort getestet, bisher habe sich niemand infiziert. Das Gesundheitsamt soll weitere Kontaktpersonen ermitteln und klären, ob es Ansteckungen gab.

Aerosol-Check: Wenn Mund-Nase-Schutz keine 3 Lagen hat, wird es kritisch

FOCUS Online/Wochit Aerosol-Check: Wenn Mund-Nase-Schutz keine 3 Lagen hat, wird es kritisch  

Weitere News zur Corona-Pandemie finden Sie auf Seite 2.

Surftipp: Coronakrise – Das bedeutet der Begriff Covidiot

Mehr zur Corona-Pandemie:

  • Entwicklung der Pandemie: Corona-Trends des Tages – Schwedens Corona-Sonderweg brachte viele Tote, doch das ist nicht die ganze Wahrheit
  • Corona-Ansteckung:   4 Faktoren entscheiden, ob zu viele Aerosole im Raum sind
  • Fliegen in Corona-Zeiten: Rechnung zeigt, wie hoch die Ansteckungsgefahr ist
  • "Corona-Wetterbericht": Forscher entwickeln Frühwarnsystem für Infektionscluster
  • Professor erklärt: Zweiten Lockdown übersteht Deutschland nur unter drei Bedingungen
  • Völlige Genesung nicht sicher: Corona-Patienten leiden wochenlang nach der Infektion

  

„Niveaulos“, „super Aktion“: Zuschauer sind nach Kleber-Aktion im „heute Journal“ gespalten

FOCUS Online/Wochit „Niveaulos“, „super Aktion“: Zuschauer sind nach Kleber-Aktion im „heute Journal“ gespalten

Präsident im Kreuzfeuer: Fotos zeigen völlig abgekämpften Trump vor Weißem Haus

FOCUS Online/Wochit Präsident im Kreuzfeuer: Fotos zeigen völlig abgekämpften Trump vor Weißem Haus

Quelle: Den ganzen Artikel lesen