Zu viel Salz in diesen Snacks

Frühstück, Mittagessen, Abendbrot: Früher war es sehr verbreitet, sich auf die drei Hauptmahlzeiten zu beschränken. Doch mittlerweile essen viele Menschen lieber mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Doch leider greifen sie dabei häufig zu Snacks, die zu viel Salz enthalten. Und das gefährdet die Gesundheit.

Wie der VerbraucherService Bayern in einer Mitteilung schreibt, geht der aktuelle Ernährungs-Trend schon seit einiger Zeit weg von den klassischen drei Hauptmahlzeiten hin zu Snacks. Diese flexiblen Minimahlzeiten sind bei deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern sehr beliebt. Für viele rangiert der Imbiss nicht als kleine Zwischenmahlzeit, sondern ersetzt die klassische Hauptmahlzeit. Leider liegen dabei gerade salzige Snacks in der Beliebtheitsskala vorne.

Zu viel Salz schadet der Gesundheit

„Für den Hunger zwischendurch sind Burger, Fischbrötchen, chinesische und türkische Imbissgerichte, Pizza, Nüsse, Chips und Knabberartikel besonders beliebt“, erklärt Renate Bleistein, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Doch durch den Verzehr salziger Snacks wird die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene tägliche Speisesalzzufuhr von sechs Gramm pro Tag für Erwachsene und zwei bis fünf Gramm für Kinder und Jugendliche schnell überschritten.

Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die tatsächliche tägliche Salzaufnahme im Durchschnitt deutlich höher: Bei Frauen 8,4 Gramm und bei Männern zehn Gramm. „Auf Dauer kann eine zu hohe Speisesalzzufuhr der Gesundheit schaden und das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht erhöhen“, so die Expertin.

Zudem lassen Ergebnisse einer Studie der Universität Bonn vermuten, dass eine salzreiche Kost zusätzlich die Immunabwehr schwächen kann, schreibt der VerbraucherService Bayern auf seiner Webseite.

So Salz einsparen

Auch wenn manche Produzenten zum Beispiel bei Tiefkühlpizzen sowie im Bäckerhandwerk ihre Rezepturen anpassen, um Salz zu reduzieren, betrifft dies nur einen kleinen Teil der Branche. Gerade im Segment der salzigen Snacks freuen sich die Hersteller nach wie vor über steigende Wachstumszahlen.

„Um Salz einzusparen empfiehlt es sich, auf das obligatorische Nachsalzen zu verzichten und beim Selbstzubereiten seiner Snacks statt Salz je nach Geschmack frische Kräuter, Gewürze, Zwiebeln oder Knoblauch zu verwenden. Um beim Einkaufen besonders salzreiche Lebensmittel zu vermeiden, hilft am besten der Nährwert-Vergleich pro 100 Gramm innerhalb einer Produktgruppe wie Pizza oder Salzstangen“, empfiehlt Bleistein. (ad)

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