Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 5 Millionen Menschen haben sich weltweit mit dem neuartigen Sars-CoV-2 infiziert – 178.190 davon bisher in Deutschland. Alle Meldungen zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Türkei macht Druck auf Deutschland wegen Reisewarnung (08.43Uhr) +++ USA wollen Infos von deutschen Spionen (07.42 Uhr) +++ OB von Corona-Vorzeigestadt schießt gegen Ramelows Sonderweg (07.35 Uhr)

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Keine einzige neue Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

10.57 Uhr: In Schleswig-Holstein hat es nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden keine offiziell gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Samstagabend weiterhin 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich aber um eine Person auf 137. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 31 werden noch in Krankenhäusern behandelt. dpa/Carsten Rehder Die Landesfahne von Schleswig-Holstein weht über dem Landeshaus.

Es gab bereits in mehreren Bundesländern an einzelnen Tagen keine neuen registrierten Infektionen. An Wochenenden werden in vielen der Länder generell vergleichsweise wenige neue Infektionen gemeldet. Oft gibt es einen Meldeverzug. Bundesweit geht die Zahl der insgesamt registrierten Corona-Infizierten seit Wochen tendenziell zurück. Experten gehen jedoch auch weiterhin von einer Dunkelziffer aus.

"Reine Erfindung": Chefin von Wuhans Virus-Labor weist Trump-Vorwürfe zurück

10.45 Uhr: Das Hochsicherheitslabor in Wuhan, das von den USA als Ausgangspunkt für die Corona-Pandemie bezeichnet wurde, hat entsprechende Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Solche Anschuldigungen unter anderem von US-Präsident Donald Trump seien eine "reine Erfindung", sagte Labor-Leiterin Wang Yanyi in einem am Samstagabend vom staatlichen Fernsehsender CGTN ausgestrahlten Interview.

Das Wuhan-Institut für Virologie beherbergt die größte Virusbank Asiens. Es liegt wenige Kilometer von einem Fisch- und Wildmarkt entfernt, von dem aus sich das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 chinesischen Angaben zufolge im Dezember ausgebreitet hatte. Das hatte Spekulationen ausgelöst, das Virus könnte aus dem Labor gekommen oder sogar absichtlich geschaffen worden sein.

US-Außenminister Mike Pompeo sprach von "überwältigenden Beweisen", dass das Virus aus dem Labor stammt, ohne jedoch Details zu nennen. Die chinesische Regierung weist dies vehement zurück.

Göring-Eckhardt nimmt Länder in die Pflicht: "Aufpassen, dass uns die Situation nicht entgleitet"

10.27 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat nach den Corona-Ausbrüchen nach einem Gottesdienst in Frankfurt am Main und einem Restaurantbesuch in Niedersachsen zur Wachsamkeit aufgerufen. Die Länder seien in der Pflicht, ihre Regeln immer wieder zu überprüfen, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. Viele von ihnen hätten die Lockerungen vorangetrieben. "Sie müssen jetzt aufpassen, dass uns die Situation nicht entgleitet", warnte die Grünen-Politikerin. dpa/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpabild Katrin Göring-Eckardt spricht im Bundestag.

In Niedersachsen hatten die Behörden zuvor einen größeren Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer gemeldet. Nach einer Wiedereröffnung des Restaurants in geschlossener Gesellschaft infizierten sich vermutlich mindestens elf Menschen, wie der Landkreis mitteilte. Zehn von ihnen hielten sich dort am 15. Mai auf, ein weiterer Mensch steckte sich später an. Weitere Infektionsfälle seien zudem nicht auszuschließen.

Der Landkreis Leer geht auch auch Hinweisen auf Verstöße gegen die Corona-Regeln nach. "Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist", erklärte Landrat Matthias Groote. 

In Frankfurt am Main kam es zu mehreren Corona-Infektionen nach einem Gottesdienst in einer Baptisten-Gemeinde am 10. Mai. Mindestens 40 Menschen steckten sich dort an, wie der Main-Kinzig-Kreis unter Berufung auf das Gesundheitsamt Frankfurt am Main mitteilte. Darunter seien auch mehrere Familien aus dem angrenzenden Main-Kinzig-Kreis. 

TOP-NEWS: Türkei macht Druck auf Deutschland wegen Reisewarnung

08.43 Uhr: Die türkische Regierung erwartet, dass die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung noch vor den Sommerferien auch für die Türkei aufhebt. Die Türkei sei ab Mitte Juni bereit, Touristen aus dem Ausland zu empfangen, sagte der türkische Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin, der Deutschen Presse-Agentur. "Alle notwendigen Vorkehrungen werden seitens der zuständigen Behörden getroffen. Wir sind davon überzeugt, dass die Bundesregierung all dies in Betracht zieht und sich dementsprechend entscheidet."

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine weltweite Reisewarnung für Touristen ausgesprochen, die noch bis zum 14. Juni gilt. Danach will der SPD-Politiker sie für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise ersetzen, in denen auf die jeweiligen Risiken aufmerksam gemacht wird. Wie mit Ländern außerhalb der EU verfahren wird, ist noch unklar. Die Türkei ist nach Spanien und Italien die Nummer 3 unter den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen.   

"Es ist offensichtlich, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Ländern die Covid-19-Krise erfolgreich überwinden", sagte Aydin der dpa. "Wir sind in einer viel besseren Lage im Vergleich auch zu einigen EU-Ländern." Zudem habe die Türkei die nötigen Vorkehrungen für sicheren Tourismus früher definiert. Er halte es deswegen für "sehr unwahrscheinlich", dass die Reisewarnung nicht aufgehoben werde.

Aydin sagte, die Wiederaufnahme des Flugverkehrs sei bereits in Vorbereitung.

"New York Times" erinnert auf Titelseite namentlich an Corona-Tote

08.23 Uhr: Während sich die USA der Marke von 100.000 Corona-Toten nähern, hat die "New York Times" (NYT) am Sonntag auf ihrer Titelseite unter Nennung von Namen an 1000 der Verstorbenen erinnert. "Die 1000 Menschen hier spiegeln nur ein Prozent der Todesfälle wider, keiner von ihnen war nur eine Zahl", schrieb das Blatt in einer kurzen Einführung auf der Titelseite, die ausschließlich aus Text bestand."

"Ich wollte etwas, auf das die Menschen noch in hundert Jahren zurückblicken, um das Ausmaß zu verstehen, das wir gerade durchleben", erklärte "NYT"-Ressortleiter Marc Lacey.

Die USA sind weltweit mit Abstand das am schwersten von der Pandemie betroffene Land. Bis Samstagabend wurden 1,6 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 97.000 Todesfälle registriert. Die Marke von 100.000 Toten dürfte in den kommenden Tagen erreicht werden.

Zugleich nehmen die US-Bundesstaaten derzeit erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen vor. Präsident Donald Trump, der auf seine Wiederwahl im November hofft, drängt angesichts massiver Arbeitsplatzplatzverluste in der Krise auf eine weitere Öffnung des Landes. "Übergang zur Großartigkeit", twitterte Trump am Samstagabend seinen Slogan für das Wiederhochfahren des Landes. 

Viele Kommentatoren verwiesen jedoch auf die Unstimmigkeit zwischen der hohen Opferzahl und dem Tweet des Präsidenten. George Conway, ein Trump-Kritiker und Ehemann von Trump-Beraterin Kellyanne Conway, teilte bei Twitter am Samstag die "NYT"-Titelseite neben einem Foto, das Trump beim Golfspiel zeigt.

TOP-NEWS: USA wollen Infos von deutschen Spionen

07.42 Uhr: Die USA verlangen Auskunft über Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes, nach denen China die WHO gedrängt hat, Informationen über Covid-19 zurückzuhalten. Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, sagte "Bild am Sonntag": „Wir haben unsere deutschen Partner gebeten, diese Informationen mit uns zu teilen – denn wir alle, Deutsche, Europäer und Amerikaner, leiden gleichermaßen an den Folgen des Virus.“ Durch die verspäteten Informationen gingen angeblich bis zu sechs Wochen für die Bekämpfung der Seuche verloren.

TOP-NEWS: "Soll das wirklich unsere Strategie sein?" OB von Corona-Vorzeigestadt schießt gegen Ramelows Sonderweg

Sonntag, 24. Mai, 07.35 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60 000 Infizierten entschieden – jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Linke-Politiker der "Bild am Sonntag" zur Situation in Thüringen. "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht – zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln. Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen." dpa Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch.

"Gang aufs Minenfeld": Jenas Oberbürgermeister kritisiert Ramelow-Ankündigung scharf

Der angekündigte Verzicht auf landesweit gültige Corona-Beschränkungen stößt bei Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) auf Kritik. "Mir scheint das ein Gang aufs Minenfeld", schrieb er auf Facebook. "Wo‘s kracht, da gibt‘s halt lokal einen zweiten Lockdown. Soll das wirklich unsere Strategie sein in Thüringen?" Nitzsche räumte ein, dass die Ankündigung verlockend klinge. Vor dieser wohl weitreichendsten Entscheidung im bisherigen Verlauf der Pandemie hätte er aber gern gewusst, auf welche Erkenntnisse und unter Abwägung welcher Überlegungen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sie treffen wolle.

dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpabild Thomas Nitzsche (FDP), Oberbürgermeister von Jena.

Im Kampf gegen das Coronavirus war Jena als Thüringens zweitgrößte Stadt bundesweit Vorreiter in Sachen Maskenpflicht. Dort war schon Anfang April das Bedecken von Mund und Nase in Geschäften, Bussen und Bahnen vorgeschrieben worden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Inzwischen liegt die Infektionsrate bei null. Das heißt, es gab in Jena innerhalb der letzten sieben Tage keine Neuinfektion.

Bericht: Lufthansa fliegt ab Juni allein aus Frankfurt wieder rund 20 Reiseziele an

23.29 Uhr: Die schwer angeschlagene Lufthansa will ab Juni ihr Streckennetz wieder ausbauen. Nach Informationen von "Bild am Sonntag" aus Konzernkreisen sollen in der zweiten Junihälfte allein aus Frankfurt rund 20 Ziele wieder angeflogen werden – darunter Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Mallorca wird ab Mitte Juni deutlich häufiger angeflogen. Mit dem neuen Juni-Flugplan sollen insgesamt 80 weitere Flugzeuge reaktiviert werden. Ab 1. Juni sind bei Lufthansa, Swiss und Eurowings dann 160 von insgesamt 760 Maschinen im Einsatz.

Die Lufthansa ist auf Unterstützung vom Staat angewiesen, der dem Konzern mit insgesamt neun Milliarden Euro unter die Arme greift. Den Milliardenkredit muss die Lufthansa nach Informationen von "Bild am Sonntag" erst Ende 2023 zurückzahlen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, der für die Union die Verhandlungen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) geführt hat, sagte "Bild am Sonntag": „Nach der Krise muss die Lufthansa dynamisch in den internationalen Wettbewerb eintreten können. Das bedeutet auch, dass der Bund möglichst schnell wieder seine Beteiligungen abgeben muss.“

Johnson-Berater missachtet mehrfach Lockdown-Regeln

22.28 Uhr: Der wegen eines angeblichen Lockdown-Verstoßes in die Kritik geratene Johnson-Berater Dominic Cummings soll Berichten zufolge weitere Male die Regeln der britischen Regierung missachtet haben. Das berichteten der "Sunday Mirror" und der "Observer" am Samstagabend unter Berufung auf Augenzeugen. Premierminister Boris Johnson hatte seinem wichtigsten Berater noch am frühen Abend seine "volle Unterstützung" zugesagt, nachdem Oppositionspolitiker dessen Rücktritt gefordert hatten.

Die Debatte, ob Cummings mit einer rund 430 Kilometer weiten Reise Ende März gegen die britischen Lockdown-Regeln verstoßen hatte, dominierte am Samstag das Nachrichtengeschehen in dem Land. Der Wahlkampfstratege und Brexit-Vorkämpfer war mit seiner an Covid-19 erkrankten Frau und seinem vier Jahre alten Sohn von London in die nordostenglische Grafschaft Durham zu seinen Eltern gefahren. Angeblich, weil er die Betreuung für seinen Sohn sicherstellen wollte. Er selbst erkrankte nach eigener Darstellung kurz danach. Gemäß den Richtlinien zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie waren zu diesem Zeitpunkt Reisen nur aus unverzichtbaren Gründen erlaubt. Trotzdem verteidigte die Regierung die Reise als gerechtfertigt. Frank Augstein/AP/dpa Dominic Cummings, Sonderberater des britischen Premierministers Johnson, verlässt die 10 Downing Street

Den Zeitungsberichten nach soll er aber auch am 19. April in Durham gesehen worden sein. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits wieder in London fotografiert worden. Auch am 12. April wurde er angeblich von einem Passanten erkannt, dieses Mal bei einem beliebten Ausflugsziel, knapp 50 Kilometer von Durham entfernt. Sollte sich die Berichte als wahr erweisen, müsste Cummings mindestens ein zweites Mal während des Lockdowns nach Durham gefahren sein. Eine Regierungssprecherin wollte sich am Samstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den neuen Vorwürfen zunächst nicht äußern.

Zahl der Infizierten nach Restaurantbesuch steigt – erste Hinweise für Grund des Corona-Ausbruchs

22.25 Uhr: Nach einem Restaurantbesuch im niedersächsischen Landkreis Leer sind mindestens zehn Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter ist auch der Inhaber des Lokals. Zuvor war von sieben Infizierten die Rede.

Der Landkreis geht davon aus, dass sich die Menschen in der Gaststätte in Moormerland angesteckt haben. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", so der Kreissprecher. Es seien inzwischen elf Infektionen bekannt, sagte er am Samstag. Demnach waren zehn betroffene Personen am 15. Mai in dem Lokal. Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt.

Das Gesundheitsamt hat weitere Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt. "Insgesamt wurde bislang in rund 70 Fällen eine häusliche Quarantäne angeordnet", hieß es. Einige der Frauen und Männer zeigten bereits Symptome, so dass weitere Infektionsfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch nicht auszuschließen seien. dpa/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa Nach wochenlangen Corona-Maßnahmen werden die Regeln für Restaurants und Cafés gelockert.

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Restaurant im Landkreis Leer prüft nun der Landkreis, ob die Vorgaben zu Abstand und Hygiene am 15. Mai eingehalten wurden. Demnach wurden inzwischen alle an dem Abend anwesenden Gäste befragt. "Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist", sagte Landrat Matthias Groote (SPD). Ob dies der Fall war, müsse das Ordnungsamt in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären.

New York meldet erstmals seit März weniger als 100 Todesfälle an einem Tag

21.11 Uhr: Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Todesfälle auf den geringsten Wert seit zwei Monaten gesunken. In den vergangenen 24 Stunden seien 84 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag. "Das sind gute Nachrichten." Der Bundesstaat verzeichnete somit den geringsten täglichen Anstieg der Totenzahlen seit dem 24. März.

Nach Angaben des Gouverneurs sinken auch die Zahlen der Corona-Infizierten in den Krankenhäusern, der beatmeten Patienten und der Neuinfektionen. Es seien "echte Fortschritte" zu beobachten, sagte Cuomo.

Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in New York Anfang April waren in dem Bundesstaat täglich mehr als tausend Corona-Patienten gestorben. Besonders schwer betroffen war die Millionenstadt New York.

Berlin: Kunde bemängelt fehlenden Mund-Nase-Schutz – Angriff vor Supermarkt

21.06 Uhr: Ein Kunde ist vor einem Berliner Supermarkt niedergeschlagen und mit Tritten auf den Kopf verletzt worden, weil er den fehlenden Mund-Nase-Schutz der Angreifer bemängelt hatte. In dem Supermarkt soll der 53-Jährige eine Kassiererin angesprochen und auf den fehlenden Mundschutz eines Mannes und dessen Begleiterin aufmerksam gemacht haben, teilte die Polizei am Samstagabend mit. Die beiden hatten an der Kasse gewartet.

Nachdem der 53-Jährige das Geschäft verlassen hatte, soll der kritisierte Mann auf ihn zugegangen und mit ihm diskutiert haben. Kurz darauf habe er unvermittelt auf den 53-Jährigen eingeschlagen, der zu Boden ging. Während die Begleiterin des Schlägers sich dann auf den liegenden Mann gesetzt haben soll, trat ihr Partner den Angaben zufolge gegen den Kopf des Opfers. Der 53-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen. Die Polizei sucht nun den Schläger und dessen Begleiterin.

Corona-Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann vorübergehend festgenommen

20.11 Uhr: Der Fernsehkoch Attila Hildmann ist am Samstag in Berlin vorübergehend festgenommen worden. Ihm würden Verstöße gegen das Versammlungs- und das Infektionsschutzgesetz vorgeworfen, sagte eine Polizeisprecherin. Eine Strafanzeige werde gefertigt. Der für seine veganen Rezepte bekannte Koch, der auf dem Weg zu einer Kundgebung am Kanzleramt war, war zuletzt mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien in der Corona-Krise aufgefallen.

Nach Polizeiangaben hatte sich am Lustgarten in Berlin-Mitte eine Vielzahl von Menschen im dreistelligen Bereich um Hildmann versammelt. Es sei der Eindruck entstanden, er wolle mit diesen losgehen – es sei aber nicht gestattet, einen Aufzug durchzuführen. Die Polizei habe ihn darauf hingewiesen und Maßnahmen angekündigt, die dann auch umgesetzt worden seien, so die Sprecherin. Hildmann sei aber wieder entlassen worden – und Einsatzkräfte hätten ihn dann zu dem Ort geleitet, an dem er eine Kundgebung abhielt. dpa/Carsten Koall/dpa Attila Hildmann bei einer Demonstration vor dem Reichstag.

Auf dieser Versammlung neben dem Kanzleramt sagte Hildmann zu dem Geschehen um seine Festnahme, er sei erkannt worden und es habe sich ein Tross von Menschen um ihn gebildet. Er habe in einem "friedlichen Protest" zum Bundeskanzleramt spazieren wollen. Die Beamten hätten aber die Wege abgeriegelt, so dass er gar nicht dorthin habe kommen können. Als er nach der Rechtsgrundlage gefragt habe, "da hat man mich gewaltsam festgenommen, auf den Boden gedrückt, mich getreten (…)". Er habe Wunden und blaue Flecken. Die Polizei äußerte sich dazu nicht.

An der Kundgebung nahmen nach Schätzung eines dpa-Reporters mehr als 100 Menschen teil. Es gab zudem einige Gegendemonstranten. Die Polizei wies über Lautsprecher auf die Vorgaben hin.

Coronavirus in Deutschland: 178.190 gemeldete Fälle – ein Bundesland seit 3 Tagen ohne Neu-Infektionen

19.27 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist am Samstag auf insgesamt 178.190 gestiegen. Das sind 494 mehr als noch am Freitag. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zum vierten Mal in Folge keine Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 8229. Am Freitag waren es mit 8197 noch 32 weniger gewesen.

Die Zahl der Geheilten in Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut auf 159.900 – rund 900 mehr als am Vortag Die aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl liegt am Samstag bei 0,83. Am Freitag hatte sie bei 0,84 gelegen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 34.367 (1696 Todesfälle)
  • Bayern:  46.438 (2383 Todesfälle)
  • Berlin: 6636 (191 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3232 (168 Todesfälle)
  • Bremen: 1299 (40 Todesfälle)
  • Hamburg: 5058 (211 Todesfälle)
  • Hessen: 9670 (458 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 759 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 11.529 (574 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 37.120 (1554 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6586 (227 Todesfälle)
  • Saarland: 2680 (162 Todesfälle)
  • Sachsen: 5218 (203 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1695 (54 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3062 (136 Todesfälle)
  • Thüringen: 2841 (152 Todesfälle)

Gesamt (Stand 23.05., 19.08 Uhr): 178.190 (8229 Todesfälle)

Vortag (Stand 22.05., 20.08 Uhr): 177.696 (8197 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 159.900.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,83 (Stand 23.05.)

Corona-Demo wegen Verstößen vorzeitig beendet – rund 60 Festnahmen

16.31 Uhr: Am Großen Stern in Berlin hatten sich am Samstag zahlreiche Reichsbürger versammelt, um gegen die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu demonstrieren. Da dort mehr als die genehmigten 50 Personen vor Ort waren, beendete der Veranstalter die Demonstration. Das berichtet der "Tagesspiegel".

Danach nahm die Polizei rund 60 Personen wegen verschiedener Vergehen fest. Viele hatten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen, andere aber auch Polizisten beleidigt. Bei körperlichen Angriffen wurden zwei Beamten leicht verletzt, konnten laut eines Sprechers ihren Dienst aber fortsetzen.

Bei einer laut Polizei nicht angemeldeten Demonstration auf Unter den Linden haben sich deutlich mehr als 50 Menschen versammelt. Aktuell werde eine Spontanameldung geprüft. Die Polizei ermahnte die Demonstrierenden bereits mehrfach, den Abstand einzuhalten.

"Da geht nichts mehr": Corona-Proteste wegen Unwettern abgesagt

15.47 Uhr: Die in München groß angekündigte Demonstration gegen die Corona-Politik ist am Samstag buchstäblich ins Wasser gefallen. Kurz vor dem offiziellen Beginn der Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese fegte ein Gewittersturm über das Gelände, so dass sich die Veranstalter notgedrungen dazu entschlossen, ihre Protestaktion gegen Grundrechts-Einschränkungen abzusagen. "Da geht heute nichts mehr", kommentierte ein Polizeisprecher die Lage unter Blitz und Donner. imago images/argum Das Wetter macht Corona-Demonstranten einen Strich durch die Rechnung.

Bis zu 1000 Menschen waren in der Landeshauptstadt zu der Demo erwartet worden. Die Versammlung sollte unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" stehen. Ursprünglich war sie für 10.000 Menschen beantragt worden. Die Organisatoren scheiterten damit jedoch an behördlichen Auflagen und am Freitagabend auch am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Auch in Nürnberg konnte von einer nennenswerten Anzahl an Demonstranten nicht die Rede sein. "Tote Hose", kommentierte ein Polizeisprecher am Nachmittag die Lage. Statt der angekündigten 500 Personen seien bei regnerischen Wetter nur einzelne "Versprengte" zu sehen gewesen. Auch in Kempten im Allgäu wurde die angekündigte Demo schnell wegen Unwetters abgesagt.

Am vergangenen Wochenende hatten in verschiedenen Städten bundesweit einige Tausend Menschen gegen die Coronavirus-Beschränkungen und damit verbundene Eingriffe in Grundrechte demonstriert.

Spanien kündigt Grenzöffnung für Touristen erst für Juli an

15.29 Uhr: Der Corona-Hotspot Spanien will erst im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen. "Ab Juli wird der Empfang ausländischer Touristen unter sicheren Bedingungen wiederaufgenommen werden", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation. "Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen", erklärte der sozialistische Politiker.

Mit seiner Ankündigung machte Sánchez Hoffnungen auf eine frühere Wiederaufnahme des Tourismus zunichte. Diese waren jüngst gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

Auch Betreiber in Restaurant nach Ausbruch infiziert

14.37 Uhr: Nach dem Besuch eines Lokals im niedersächsischen Landkreis Leer sind mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter ist auch der Betreiber des Restaurants. "Es waren Gäste, die infiziert waren, bei mir im Restaurant", sagte der Inhaber, der nicht namentlich genannt werden wollte, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen seien vier Gäste und er selbst positiv getestet worden. Bei drei Freunden von ihm sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden.

Ob sich das Virus am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals "Alte Scheune" in der Gemeinde Moormerland verbreitet habe, wisse er nicht. Es sei auch möglich, dass sich die Menschen vor oder nach dem Abend infiziert hätten.

An dem Abend mit geladenen Gästen waren insgesamt 40 Menschen im Restaurant. Kampen zufolge wurden die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. Nach Angaben des Landkreises Leer wurden dem Gesundheitsamt sieben positive Befunde mitgeteilt, die in Zusammenhang mit dem Restaurantbesuch stehen. Für mindestens 50 Menschen ist demnach vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet worden.

Thüringen will allgemeine Corona-Beschränkungen beenden

11.41 Uhr: Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören. "Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen (Samstag). Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden. dpa Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow

An die Stelle der landesweiten Vorgaben sollen dann nur noch lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch. Der Wert wird nach den zuletzt von der Staatskanzlei veröffentlichten Infektionszahlen lediglich in einem Landkreis überschritten: dem Kreis Sonneberg im Süden des Freistaates. Den Plänen zufolge soll der Landeskrisenstab aufgelöst und durch ein Alarmsystem ersetzt werden, bei dem das Gesundheitsministerium die zentrale Steuerung übernimmt.

Ein ähnliches Vorgehen gibt es in Thüringen bereits mit Blick auf Regionen mit einer besonders hohen Infektionsrate. Liegt diese in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über dem Wert von 50, müssen die örtlichen Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergreifen, die über die Vorgaben des Landes hinausgehen. Das hatte bisher die Kreise Greiz und Sonneberg getroffen. Dabei hatten die Landratsämter unter Kontrolle des Gesundheitsministeriums strengere Beschränkungskonzepte ergreifen müssen.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes gilt bis 5. Juni. Dann sollen den Angaben nach auch für Schulen und Kindergärten weitere Schritte hin zu einem regulären Betrieb gegangen werden, hieß es.

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