Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland weiterhin fest im Griff: Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter mehr als 18.000 neue Fälle. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland und der Welt

  • SPD will Maskenpflicht ausweiten (07.38 Uhr)
  • Mehr als 18.000 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der aktiven Fälle steigt über 300.000 (21.14 Uhr)
  • Bericht: Unions-geführte Bundesländer wollen "Lockdown light" bis mindestens Weihnachten verlängern (20.19 Uhr)

Corona-Massentest in Südtirol: Tausende Infizierte gefunden

11.13 Uhr: Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben Tausende Menschen von ihrer Infektion erfahren. Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10 Uhr insgesamt 2626 Teilnehmer (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden wollten mit "Südtirol testet" etwa 350.000 Menschen erreichen.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Eine Übernahme der Massentests für Deutschland hält Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, für ungeeignetes "Strohfeuer". "Denn Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Test können so nicht ersetzt werden", erläuterte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass infizierte Menschen sich wegen eines negativen Tests in Scheinsicherheit wiegen würden. Antonio Calanni/AP/dpa

Verstoß gegen Corona-Regeln – Polizei löst Feier mit 30 Gästen auf

09.06 Uhr: Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Zell unter Aichelberg eine Party mit etwa 30 Gästen aufgelöst. Sie hätten in einem Gewerbebetrieb mit lautstarker Musik gefeiert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zeugen hatten zuvor auf die Feier im Kreis Göppingen hingewiesen.

Die zwei Organisatoren seien stark angetrunken gewesen und hätten aggressiv auf Anweisungen reagiert, hieß es. Um eine Eskalation zu verhindern, forderten zwei Polizisten vor Ort Verstärkung an. In der Zwischenzeit konnten die Feiernden in der Nacht zum Sonntag durch einen Hinterausgang flüchten. Auf die beiden Organisatoren kommen nun mehrere Anzeigen zu. dpa/Hauke-Christian Dittrich/dpabild Polizisten sind in einer Fußgängerzone unterwegs

Soll noch dieses Jahr starten: Kiel testet neues Corona-Warn-Armband

08.58 Uhr: Die Corona-Warnapp soll beim Nachverfolgen der Infektionskette helfen. Doch was tun, wenn man die App zwar runterladen möchte, aber kein Smartphone besitzt? Einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge soll ein Pilotprojekt in Kiel noch in diesem Jahr Armbänder testen, die eine ähnliche Funktion erfüllen.

Rund 1000 Probanden sollen das Armband testen, das wie die Warn-App via Bluetooth mögliche Infektionsketten nachvollziehen soll. Laut Bericht sollen die Armbänder in ambulanten Pflegediensten und Senioreneinrichtungen verteilt und getestet werden. 

Beim Probelauf soll getestet werden, ob Warn-App und Armband untereinander Daten austauschen können und ob das Armband von der Bevölkerung überhaupt genutzt wird.

SPD will Maskenpflicht ausweiten

07.38 Uhr: Kurz vor dem entscheidenden Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Mittwoch drängt die SPD auf eine Verlängerung des Lockdown. Vizekanzler Olaf Scholz sagte der "Bild"-Zeitung: "Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen." Der Bundesfinanzminister will die Hilfen, die geschlossene Einrichtungen erhalten, auch im Dezember weiter zahlen: "Wenn die Beschränkungen verlängert werden, ist für mich klar, dass die finanzielle Unterstützung der direkt betroffenen Branchen dann ebenfalls weiter nötig ist." Die weitere Erstattung von 75 Prozent des Vorjahresumsatz "wäre finanziell eine Herausforderung und europarechtlich kompliziert", gab Scholz zu bedenken. "Es geht aber um die Sicherung von Existenzen", so Scholz, "da müssen wir pragmatisch, unbürokratisch, klug handeln."

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer forderte in in der Zeitung: "Was nicht mit Maske geht, kann vorerst nicht stattfinden. Die Zahlen sind zu hoch, um Restaurants, Bars oder Hotels Anfang Dezember zu öffnen." Zur Bedingung machte sie allerdings die Ausdehnung der Hilfen auf Dezember: "Weiter zu schließen setzt voraus, dass die Bundesregierung bereit ist, die Entschädigungen weiter zu zahlen."

Ob Restaurants und Hotels erst mal nur für zwei oder gleich für drei Dezemberwochen geschlossen bleiben sollen, hat die SPD noch nicht geklärt. Die SPD-regierten Länder wollen nach Informationen der "Bild"-Zeitung die Maskenpflicht ausweiten, z. B. in Innenstädten. Diskutiert wird, ob Einrichtungen wie Museen oder Theater mit einer Permanent-Maskenpflicht schneller wieder öffnen dürfen.

Gekippt werden soll die Ein-Freund-Regel für private Kontakte. Dreyer hält sie für "lebensfremd", Scholz will, "dass sich Freunde im eng begrenzten Rahmen weiterhin treffen können". Wie viele Hausstände mit wie vielen Personen sich sehen dürfen, wird noch beraten. Lockerungen soll es für die Festtage geben, damit sich enge Freunde und Familien sehen dürfen. Dreyer: "Weihnachten und Silvester sollen die Menschen ihre Liebsten treffen können." dpa/Frank Rumpenhorst/dpabild Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht mit Abgeordneten.

USA: Notfallzulassung für Antikörper-Cocktail zur Covid-Behandlung

Sonntag, 22. November, 05.03 Uhr: US-Präsident Donald Trump lobte das Medikament in den höchsten Tönen – nun hat der Antikörper-Cocktail zur Behandlung von Covid-19 in den USA eine Notfallzulassung erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte sie dem Biotech-Unternehmen Regeneron am Samstag (Ortszeit). Damit kann der Cocktail mit zwei Antikörpern zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dürfen das Medikament nicht bekommen.

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der "New York Times" erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar für die Entwicklung des Medikaments. Die ersten 300.000 Dosen werden von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt, aber die Patienten müssen möglicherweise Kosten an Gesundheitseinrichtungen zahlen, um das Medikament verabreicht zu bekommen, teilte der Arzneimittelhersteller in einer Erklärung mit.

Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Die Behandlung führt dem Unternehmen zufolge zu einer Reduzierung der Viruslast, also der Menge an nachweisbaren Viren, und zu einem rascheren Abklingen der Symptome. Am stärksten profitierten demnach diejenigen Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hatte. Die Antikörper richten sich gegen zwei Regionen des Spike-Proteins auf der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus.

Nach seiner Genesung von Covid-19 hatte Trump im Oktober für die Behandlung der Krankheit mit dem Antikörper-Cocktail von Regeneron geworben. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder", das bald allen zur Verfügung stehen solle, hatte er versprochen.

Mehr als 12 Millionen Corona-Fälle in den USA

22.22 Uhr: In den USA sind seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Damit nahm die Zahl der bekannten Infektionen innerhalb einer Woche um eine Million zu. Mehr als 255 000 Menschen starben der Universität zufolge bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Krankheit Covid-19 auslösen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte unterdessen einen neuen Höchststand. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195 542 neue Fälle, wie die Daten der Universität zeigten. In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es mehr bestätigte Infektionen und Todesfälle als in jedem anderen Staat. dpa/Jeff Gritchen/Orange County Register/ZUMA/dpa Ein Schild weist Besucher der Forest Avenue in Kalifornien darauf hin, eine Maske zu tragen.

Mehr als 18.000 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der aktiven Fälle steigt über 300.000

21.14 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Samstag 18.467 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Somit stieg die Zahl der seit Pandemiebeginn positiv getesteten Menschen auf 909.838. Sachsen meldete am Samstag keine neuen Zahlen.

Bislang sind 13.915 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben (+186).

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 132.004 (+2112), 2440 Todesfälle (+5)
  • Bayern: 177.922 (+4176), 3399 Todesfälle (+46)
  • Berlin: 56.068 (+1051), 447 Todesfälle (+6)
  • Brandenburg: 16.217 (+536), 293 Todesfälle (+6)
  • Bremen: 9208 (+157), 105 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 22.530 (+433), 281 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 74.368 (+1843), 1010 Todesfälle (+30)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5157 (+91), 53 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 62.532 (+1225), 1003 Todesfälle (+21)
  • Nordrhein-Westfalen: 227.780 (+5250), 2943 Todesfälle (+56)
  • Rheinland-Pfalz: 37.561 (+455), 416 Todesfälle (+5)
  • Saarland: 11.540 (+130), 259 Todesfälle (+2)
  • Sachsen: 41.264, 621 Todesfälle (meldet am Wochenende keine Zahlen)
  • Sachsen-Anhalt: 9769 (+169), 122 Todesfälle (+1)
  • Schleswig-Holstein: 12.787 (+153), 234 Todesfälle (+1)
  • Thüringen: 13.131 (+686), 289 Todesfälle (+7)

Gesamt (Stand 21.11., 21.10 Uhr): 909.838 (+18.467), 13.915 Todesfälle (+186)

Vortag (Stand 20.11., 20.42 Uhr): 891.371, 13.729 Todesfälle

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 593.100 (Vortag: Rund 579.100)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 302.823 (Vortag: 298.542)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 21.11.): 1,05 (Vortag: 0,98)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3630 (+15)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2098 (-5)

Laut Robert Koch-Institut sind 593.100 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten inzwischen wieder genesen. Somit liegt die Zahl der akut Infizierten (aktiven Fälle) bei 302.823.

Der R-Wert stieg am Samstag wieder über 1, er liegt nun bei 1,05. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt 105 weitere Menschen mit dem Coronavirus an.

Auch der bundesweite Inzidenzwert stieg wieder leicht – auf nun 141. Zuvor hatte er drei Tage in Folge bei 139 gelegen.

Bericht: Unions-geführte Bundesländer wollen "Lockdown light" bis mindestens Weihnachten verlängern

20.19 Uhr: Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung haben sich die Unions-geführten Bundesländer in einer Vorbesprechung vor dem Corona-Gipfel in der kommenden Woche darauf geeinigt, dass man die bestehenden Maßnahmen bis Weihnachten oder Anfang Januar verlängern sollte.

Die Kontaktbeschränkungen sollen zudem verschärft werden. Menschen sollen sich nur noch mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes und zwei weiteren treffen können, sieht der Plan laut "Bild" vor. In dieser Woche hatte man sich lediglich auf einen Appell einigen können, die Kontakte "auf das absolut nötige Minimum" zu beschränken. Über Weihnachten sollen die Kontaktbeschränkungen jedoch gelockert werden. Bernd von Jutrczenka/dpa Merkel im Gespräch mit Söder und Laschet bei einem früheren Zusammentreffen.

Weiter sieht der Plan angeblich vor, dass Länder und Kreise mit einer 7-Tages-Inzidens unter 50 die Maßnahmen aussetzen können sollen. Zum Thema Schulen sei laut "BIld" beschlossen worden, dass ab einer Inzidenz von 200 in einem  Landkreis ab der 7. Klasse Wechselunterricht einzuführen ist, die Schulen aber offen bleiben sollen. Zu anderen Punkten wie der umstrittenen Ein-Freund-Regelung, wonach Kinder nur noch mit ein und demselben Freund spielen sollen, habe es noch keine Übereinkunft gegeben.

Inwieweit die Punkte aus dem Plan bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel tatsächlich umgesetzt werden, ist indes noch völlig unklar. Auf dem Streit-Gipfel zu Beginn dieser Woche waren die Länder aber zumindest aufgefordert worden, eigene Konzepte vorzulegen, nachdem es zuletzt scharfe Kritik am Vorgehen des Kanzleramts gab.

Dänemark: Nerzfarm-Besitzer protestieren gegen Massentötung der Tiere

16.07 Uhr: Hunderte dänische Nerzfarm-Besitzer sind zum Protest gegen die von der Regierung veranlasste Massenkeulung der Pelztiere mit Traktoren durch Kopenhagen und Aarhus gefahren. Etwa 850 Traktor-Besitzer hätten sich zu den Demonstrationen angemeldet, meldete am Samstag die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Organisatoren.

Die dänische Regierung hatte Anfang November mitgeteilt, dass alle Pelztiere im Land getötet werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich insgesamt um etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Etwa neun Millionen davon wurden den Angaben nach bislang gekeult. Begründet wurde der drastische Schritt mit Sorgen vor negativen Auswirkungen dieser veränderten Viren auf die Wirkung möglicher künftiger Corona-Impfstoffe. dpa Die dänische Regierung hatte angeordnet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen.

Für die Massenkeulung aller Nerze im Land – also auch denjenigen von Farmen ohne Corona-Fall oder außerhalb der Risikogebiete – fehlte jedoch zum Zeitpunkt der Bekanntgabe die rechtliche Grundlage. Das räumte die dänische Regierung erst mit Verspätung ein, was letztlich dazu führte, dass Lebensmittelminister Mogens Jensen seinen Rücktritt bekanntgab.

Mittlerweile hat die Regierung für die gesetzliche Absicherung des Schrittes aber eine Parlamentsmehrheit gefunden. Einer entsprechenden Vereinbarung zufolge soll die Nerzhaltung in Dänemark zudem generell vorläufig bis Ende 2021 verboten werden.

Großer Andrang beim Corona-Massentest in Südtirol

14.19 Uhr: In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest groß. Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz ließen bis zum Samstagmorgen fast 140.000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend.

Die Landesregierung will mit der Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Autonomen Provinz, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass am Ende zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen einen Antigen-Schnelltest machen. Das wären etwa 350.000 Menschen. Sollte die Aktion die Pandemie bremsen, wollen die Politiker möglichst rasch ihre Einstufung als Rote Zone aufheben. Italiens Regierung in Rom hat für solche Hochrisiko-Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Außerdem müssen dort viele Läden zu bleiben.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängeln, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Aufwand und Kosten der Großaktion seien zudem hoch. Österreich plant ebenfalls Massentests, die Slowakei ist mit ihren Reihentests bereits in einer neuen Runde. Antonio Calanni/AP/dpa   
 


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