Im Februar starteten wegen der beginnenden Corrona-Epidemie in Deutschland in den Apotheken die Hamsterkäufe. Besonders gefragt: Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken. Einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge merkt man diese erste Kaufwelle auch in den Umsatzzahlen des Apothekenmarktes. Demnach setzten die Apotheken im Februar dieses Jahres 6 Prozent mehr um als im Februar 2019. Nach dem eingeführten Kontaktverbot brachen die Absätze in den Apotheken aber ein.

Im Januar dieses Jahres wurden hierzulande erstmals „mysteriöse Infektionen in China“ bekannt, an denen insbesondere viele ältere Menschen verstarben. Schon Ende Januar war das neuartige Coronavirus auf der ganzen Welt verteilt, die WHO sprach eine internationale Notlage aus. Zeitgleich meldeten Apotheken erste Ausverkäufe: Aufgrund der Berichte aus China kauften viele Menschen OTC-Präparate und Desinfektionsmittel auf Vorrat, insbesondere Masken waren in den Apotheken schnell vergriffen. Mitte Februar meldeten die Großhändler hierzulande, dass sie keine Atemschutzmasken mehr nachbestellen können.

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Laut Destatis konnte im Februar beobachtet werden, dass im gesamten Einzelhandel die Nachfrage nach bestimmten Gütern des täglichen Bedarfs, dazu zählen auch Waren aus Apotheken, angestiegen ist. In Apotheken stieg der Monatsumsatz demnach (preisbereinigt) um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag die Veränderungsrate bei 2,6 Prozent. Damit haben die Apotheken laut Destatis im Februar ein ähnliches Umsatz-Plus wie der Einzelhandel insgesamt in diesem Zeitraum (plus 6,4 Prozent) aufweisen können.

Destatis: OTC-Preise in den vergangenen Jahren gestiegen

Destatis teilt zudem mit, dass in den vergangenen Jahren ein Preisanstieg bei Arzneimitteln zu beobachten sei (Rx und OTC). Rezeptfreie Medikamente haben sich demnach im Zeitraum von März 2015 bis März 2020 mit 11,1 Prozent am stärksten verteuert. Die Preise für rezeptpflichtige Medikamente entwickelten sich mit einem Anstieg von 2,7 Prozent in diesem Zeitraum wesentlich schwächer. Die unterschiedliche Preisentwicklung lässt sich laut Destatis damit begründen, „dass Preise für rezeptfreie Medikamente von Apotheken frei kalkuliert werden können, während die Preise für rezeptpflichtige Medikamente und die gesetzliche Zuzahlung, staatlich reguliert sind.“ Allerdings fügt das Bundesamt hinzu, dass sich der Umsatzanstieg infolge der Corona-Pandemie bislang nicht in gleichermaßen gestiegenen Preisen zeige.

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