Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: In Deutschland zeichnet sich eine Entspannung der Lage ab – der Inzidenzwert liegt bei 7,2. Derweil breitet sich die Delta-Variante in Deutschland aus. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 24. Juni

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick
  • Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland finden Sie hier

Surftipp: Tiermarkt oder Labor? – Woher stammt das Coronavirus? Drei China-Theorien kursieren 

12.39 Uhr: Der US-Virologe Jesse Bloom hat in der Daten-Cloud von Google insgesamt 13 Gensequenzen aus dem chinesischen Wuhan gefunden, die zuvor aus unbekannten Gründen aus einer US-Datenbank gelöscht worden waren. Das berichtet die „New York Times“.

Vor einem Jahr waren die Daten von etwa 200 frühen Virusproben aus Wuhan aus der Datenbank verschwunden. Forscher können ihre eingereichten Sequenzen auf Wunsch wieder aus der Datenbank löschen lassen. In einer neuen Analyse, die noch nicht von Wissenschaftskollegen geprüft wurde („peer-reviewed“), schreibt Bloom nun, dass in Wuhan vermutlich schon Coronaviren zirkulierten, bevor es Ende 2019 zum bekannten Ausbruch auf dem Viehmarkt gekommen war. Die aus dem Viehmarkt bekannten Viren unterschieden sich in ihren Mutationen deutlich von den Viren, die Bloom nun untersucht hatte.

Warum die Sequenzen aus der Datenbank gelöscht wurden, ist auch für Bloom ein Rätsel. Es sei „wahrscheinlich, dass die Sequenzen gelöscht wurden, um ihre Existenz zu verschleiern“, schreibt Bloom in seinem Paper. Zu der Theorie, das Virus könnte durch einen Laborunfall in Wuhan freigesetzt worden sein, äußert sich der Virologe ausdrücklich nicht. Aber auch so sieht sich das chinesische Regime immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, frühe Erkenntnisse zum Ursprung des Coronavirus zu verschleiern.

Berliner Charité holt Operationen nach – Blutspender gesucht

11.30 Uhr: Die Berliner Charité hebt ihre Corona-Einschränkungen auf und will ab sofort verschobene Operationen nachholen. Allerdings ist für das Hochfahren des Klinikbetriebs die Reserve an Blutkonserven knapp. Die Charité bittet deshalb dringend darum, zum Blutspenden zu gehen.

„Die Infektionszahlen gehen zurück und dennoch ist die Pandemie für die Charité noch nicht vorbei“, sagte Martin Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, am Donnerstag. „Wir versorgen auf unseren Intensivstationen nach wie vor fast 50 schwer Erkrankte, 20 davon an der künstlichen Lunge. In der Charité wird Covid-19 noch sehr lange ein Thema bleiben.“

Dennoch sei es jetzt möglich, den bisher in der Pandemie eingeschränkten regulären Klinikbetrieb wieder aufzunehmen. Dass planbare Behandlungen nun möglich seien, liege unter anderem auch am Fortschritt beim Impfen. Die Charité-Belegschaft sei bereits weitgehend zweifach geimpft, sagte Kreis. Zudem gebe es ausgefeilte Hygienekonzepte. Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Deshalb könne die Charité jetzt wieder nahezu alle Behandlungen wie vor der Pandemie anbieten. „Das ist insofern wichtig, als viele Patientinnen und Patienten teilweise lange auf ihre Behandlungen warten mussten“, ergänzte Kreis. Weiter gebe es auch viele Notfälle jenseits des Pandemiegeschehens.

„Sorgen macht uns derzeit, dass mit dem Start der Sommerferien bereits jetzt die Versorgungslage mit lebenswichtigen Blutspenden deutlich kritisch ist“, sagte Kreis. „Das betrifft uns, aber andere Häuser auch.“ Für planbare Eingriffe und Notfälle seien immer auch Blutkonserven nötig. „Ich kann nur alle Menschen auffordern, dringend Blut spenden zu gehen und auf diese Weise einen solidarischen Beitrag zur Versorgung von Patientinnen und Patienten zu leisten.“

Die Charité hat zwei Blutspende-Institute, eins auf dem Campus Charité Mitte und eins auf dem Campus Virchow-Klinikum in Wedding. Es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten zum Spenden, zum Beispiel über das Deutsche Rote Kreuz. Dessen Blutspende-Barometer für Deutschlands Nordosten zeigt im Moment bereits Engpässe an – insbesondere für seltene Blutgruppen wie 0- und A-. Doch auch bei A+,B+ und B- ist die Vorratslage nicht gut. Darüber hinaus ist gespendetes Blut nur begrenzt haltbar. Die Hitze der vergangenen Woche und der Beginn der Sommerferien hätten ohnehin bereits zu einem Rückgang der Spenden geführt.

Wegen Delta-Variante: Stiko-Chef warnt vor Zuschauermassen bei der EM

10.32 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, betrachtet die Zuschauermassen bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft als großes Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus. "Das halte ich aus epidemiologischer Sicht für nicht gut", sagte der Ulmer Virologe der "Schwäbischen Zeitung" (Donnerstag). Auch die Finalspiele der EM ausgerechnet in London seien vor allem wegen der gefährlichen Delta-Variante "keine gute Idee", sagte Mertens. Er rät, den Reiseverkehr nach London zum Spiel stark zurückzufahren und zu kontrollieren. Das gelte insbesondere auch bei einer Rückkehr nach Deutschland.

Ab dem EM-Halbfinale (6. und 7. Juli) sind im Wembley-Stadion 60 000 Zuschauer erlaubt. Bislang war die Zahl auf 40 000 begrenzt worden. In den Gruppenspielen waren nur rund 20 000 Fans zugelassen. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten. Das DFB-Team spielt bereits am kommenden Dienstag im Achtelfinale in London gegen die englische Nationalmannschaft.

RKI registriert 1008 Neuinfektionen – 7-Tage-Inzidenz jetzt bei 6,6

Donnerstag, 24. Juni, 05.56 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen geht weiter zurück und liegt nun bei 6,6. Innerhalb eines Tages wurden 1008 Neuinfektionen gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte. Zudem wurden 93 weitere Todesfälle registriert. Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild Eine Hand hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht wird.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Sie ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Seinen bislang höchsten Stand hatte der Wert mit 197,6 am 22. Dezember erreicht. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 11,6.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.724.806. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 90.616. 

Alarm im Hafen: Delta-Verdacht auf Frachtschiff in Hamburg

18.05 Uhr: Auf einem im Hamburger Hafen liegenden Frachtschiff sind bei der Besatzung fünf Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die betroffenen Crewmitglieder seien an Land isoliert, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Mittwoch. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um die zunächst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 handele. Die Ergebnisse stehen aber laut Behörde noch aus. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Weiteren Kontaktpersonen, darunter Lotsen, sei eine Isolation empfohlen worden, berichtete der Sprecher weiter. Das Schiff liege bereits seit mehreren Tagen im Hafen. Eine andere Crew werde das Schiff übernehmen. Der Hafenärztliche Dienst und die Reederei seien im engen Austausch.

Jetzt taucht in England die Delta-Plus-Variante auf

11.09 Uhr: Als würde die „Delta“-Variante nicht schon genug Aufregung erzeugen, hat diese sich nun erneut verändert. Die inoffiziell „Delta Plus“ genannte Variante sei in 16 Fällen im indischen Bundesstaat Maharashtra entdeckt worden und leichter übertragbar als die ursprüngliche „Delta“-Mutation, wie Indiens Gesundheitsminister Rajesh Bhushan bekannt gab. Er rief zu verstärkten Tests auf. In Indien wurde die Variante bereits als „besorgniserregend“ eingestuft.

Auch im Vereinigten Königreich wurden bereits erste Infektionen mit „Delta Plus“ nachgewiesen. Dort sei man sich allerdings nicht sicher, ob es sich wirklich um eine neue Variante handelt und ob die Ansteckungsrate damit verändert ist. Die „Daily Mail“ befragte Experten, die alle zu Gelassenheit und Impfungen raten. In Großbritannien sind inzwischen fast alle Corona-Patienten an der „Delta“-Variante erkrankt. Diese führt häufig zu schweren Verläufen als die ursprünglichen Corona-Viren.

Aufatmen können jedoch alle geimpften Menschen. Nach derzeitigem Stand helfen die Impfungen auch gegen einen schweren Verlauf der „Delta“-Mutation.

Geben Sie uns Feedback!

Enthielt dieser Beitrag für Sie relevante Informationen?

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Neue VW-Betriebsratschefin legt in ungewöhnlichem Schritt offen, was sie verdient

FOCUS Online/Wochit Neue VW-Betriebsratschefin legt in ungewöhnlichem Schritt offen, was sie verdient  

Quelle: Den ganzen Artikel lesen