Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen soll künftig auf zwei separaten Rezepten erfolgen. Darüber informiert jetzt die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Ziel ist es, die Bestellungen für Zweitimpfungen vorrangig behandeln zu können.

Die Bestellung von COVID-19-Impfstoffen soll künftig zweigleisig laufen: Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben sich Ärzte, Apotheker und Großhändler darauf geeinigt, dass Impfstoffe für Erst- und Zweitimpfungen jeweils auf separaten Muster-16-Formularen zu verordnen sind. „Damit soll erreicht werden, dass die Belieferung mit Impfstoff für Zweitimpfungen vorrangig erfolgen kann“, schreibt die KBV in ihrem Newsletter „Praxisnachrichten“.

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Man sei mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) übereingekommen, dass Vertragsärzte auf jedem Muster 16 angeben sollen, ob es sich um eine Bestellung für Erstimpfungen oder für Zweitimpfungen handelt. „Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an“, heißt es weiter. „Für die Arztpraxen wird dies – aufgrund der in der Coronavirus-Impfverordnung vorgesehenen Impfabstände – zunächst für Impfungen mit der Vakzine von Biontech/Pfizer (Impfabstand sechs Wochen) relevant sein.“ Folglich dürften die Apotheken erstmals in der zweiten Maiwoche Impfstoff-Bestellungen für Zweitimpfungen beim Großhandel auslösen – denn die erste Runde COVID-19-Vakzinen orderten sie am 30. März bei ihrem Hauptlieferanten.

Mit dem Verfahren soll laut KBV sichergestellt werden, dass Ärzte für die Zweitimpfungen so viele Dosen erhalten wie sie benötigen, um die in ihrer Praxis begonnenen Impfserien unter Beachtung der Impfintervalle abschließen zu können. „Das Bundesministerium für Gesundheit hat noch einmal darauf hingewiesen, dass in Impfzentren angefangene Impfungen grundsätzlich auch dort beendet werden sollen“, betonen die Kassenärzte.

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