Die Feiertage hatten es wieder einmal in sich, was reichhaltiges Essen, gesellige Dinner-Runden und so manchen Umtrunk anbelangt?

Die schwindelerregende Kalorienbilanz mal beiseite – aber ein solcher Konsum-Marathon mit fettigen und zuckerhaltigen Speisen sowie unverhältnismäßig viel Alkohol kann sich vor allem auch auf die Verdauung und die Organgesundheit negativ auswirken.

Jetzt heißt es, Wiedergutmachung leisten. Und einige Lebensmittel können besonders hilfreich dabei sein, Darm, Leber und Nieren wieder auf Vordermann zu bringen.
 

Darmflora mit Ballaststoffen & Probiotika unterstützen

Magengrummeln, Bauchschmerzen und Blähungen sind nicht selten eine Nachwirkung der Feiertage. Gerade wer sich ansonsten gesund und ausgewogen ernährt, wird seinen Darm mit den Ausschweifungen während der Weinachtstage unvorbereitet erwischt haben.

Was hilft, sind vor allem Ballaststoffe, die die Darmaktivität anregen und Schädliches so schneller auf den Weg nach draußen bringen.

Zusätzlich ist alles, was eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat, förderlich für eine gesunde Darmflora.

Kimchi

Kohl an sich ist – vor allem gedünstet – ein richtiger Verdauungsbooster, da er neben reichlich Ballaststoffen auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe enthält.

Der scharf eingelegte Kimchi bringt außerdem verdauungsförderliche Enzyme sowie Milchsäurebakterien, die die Balance der Magensäure unterstützen, mit.
 

Joghurt, Kefir und Buttermilch

Unbehandelte Milchkulturen sind ein Segen für die Darmflora, denn sie enthalten Probiotika. Hierbei handelt es um lebende Mikroorganismen, die schädliche Keime verdrängen und so die Darmgesundheit fördern.
 

Apfelessig

Auch Apfelessig kann als Probiotikum in Sachen Darmreinigung punkten. Zusätzlich enthält er Milch- und Gluconsäure, die auch noch das Wachstum guter Darmbakterien fördern.
 

Pastinaken

Die weiße Knolle beeinflusst ebenfalls das Wachstum guter Darmbakterien und ist zudem besonders ballaststoffreich. Dies liegt unter anderem an den außergewöhnlichen Eigenschaften der Pastinake. Diese wird nämlich nur sehr langsam verdaut.
 

Kokosöl

Kokosfett wirkt antibakteriell und bekämpft schädliche Hefekulturen im Darm. Es fördert so ein gute Verdauungsleistung des Darms.
 

Leinsamen & Flohsamenschalen

Leinsamen und Flohsamenschalen sollten in keinem Müsli fehlen. Beide sind wahre Ballaststoff-Wunder und bringen die Verdauung optimal ins Gleichgewicht. Geschrotet oder gekeimt sind Leinsamen noch besser verträglich. Aufgrund ihrer präbiotischen Wirkung fördern die beiden Samen das Wachstum der guten Darmbakterien.

Bildergalerie: Die besten Lebensmittel für eine gesunde Darmflora

Antioxidantien helfen der strapazierten Leber

Zucker und Alkohol, aber auch Nikotin belasten die Leber. Gerade während der Feiertage langt auch der gesundheitsbewusste Esser gerne mal etwas mehr zu.

Damit anschließend das so wichtige Organ seine Aufgaben gut bewältigen kann, können folgende Lebensmittel unterstützend wirken.
 

Grapefruit

Die bittere Zitrusfrucht reinigt die Leber mit ihren vielen Antioxidantien wie dem Vitamin C. Die enthaltenen Bitterstoffe kurbeln die Verdauung an, reduzieren Heißhunger, fördern die Fettverdauung und sind obendrein noch super für das Immunsystem.
 

Knoblauch

Knoblauch aktiviert die Selbstentgiftungsvorgänge der Leber und sorgt so für die Ausscheidung schädlicher Substanzen. Hierfür sind das enthaltene Selen und die vielen Schwefelverbindungen verantwortlich.
 

Grüner Tee

Grüntee fördert den Fettstoffwechsel – das ist nicht nur günstig, wenn man nach den Feiertagen ein wenig abspecken möchte, sondern auch essentiell für die Lebergesundheit.

Eine Fettleber kann ihre Funktionen nicht wie vorgesehen ausführen. Grüner Tee beseitigt Fettansammlungen in der Leber und ermöglicht so eine normale Funktionsfähigkeit.
 

Linsen

Der in Linsen enthaltene Wirkstoff Arginin hilft, schädliches Ammoniak auszuscheiden. Zudem liefern Linsen und Hülsenfrüchte generell, gute Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. I-Tüpfelchen: Pflanzliches Eiweiß steckt ebenfalls in Linsen – win-win.
 

Kohl

Kreuzblütler wie Brokkoli, Rotkohl, Kohlrabi und Rosenkohl sind in der Lage, Giftstoffe neutralisieren. Sie haben daher eine reinigende Wirkung. Außerdem punkten sie mit reichlich Vitamin C. Wusstest du, dass beispielsweise 100 Gramm Grünkohl bereits den Tagesbedarf an Vitamin C deckt? Also greife lieber in den Wintermonaten zu Kohl, statt zur Paprika, die eh noch keine Saison hat.
 

Rezept: Rosenkohl-Parmesan-Pfanne

StockFood

Rosenkohl-Parmesan-Pfanne

Kurkuma

Die Wurzel gilt längst als Superfood und Allrounder in Sachen Gesundheit. Kurkuma wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und hat somit ebenfalls auf die Lebergesundheit eine positive Wirkung.

Rezept: Karotten-Kurkuma-Orangensaft

StockFood

Karotten-Kurkuma-Orangensaft

Rote Bete

Rote Bete kann Schwermetalle aus dem Blut filtern und Giftstoffe binden. Für die Leber leistet sie damit enorm wichtige Arbeit. On top liefert sich noch Vitamin C und gute Carbs.

Rezept: Schnelle Rote-Bete-Suppe

StockFood

Schnelle Rote Bete-Suppe

Viel Flüssigkeit und wenig Salz helfen den Nieren

Auch die Nieren müssen während der Festtage einiges leisten. Alkohol dehydriert, viel Salz – wie bei Gepökeltem und Geräuchertem –  entwässert und beides gilt als Gift für die Nieren.

Da diese für die Entgiftung des Körpers aber mindestens ebenso wichtig sind wie die Leber, lohnt es sich vermehrt zu diesen Lebensmitteln zu greifen, um die Nierenfunktion zu stärken.

Gleichzeitig stillen die drei genannten Lebensmittel den Süßhunger. Wer etwas Süßes naschen möchte, aber auf Zucker verzichten will, der greift am besten zu fruktosearmen Obst wie Beeren (gerne tiefgefroren in der Winterzeit), Kaki oder Äpfel.
 

Zitronensaft

Viel Flüssigkeit hilft den Nieren immer. Die in Zitronensaft enthaltenen Citrate beugen zusätzlich der Bildung von Nierensteinen vor und binden überschüssiges Calcium. Wie wäre es, wenn du ab und an mit dem einem Glas Zitronenwasser in den Tag startest? Das bringt die Verdauung und gleichzeitig den Fettstoffwechsel in Schwung.
 

Äpfel

Obst und Gemüse sind grundsätzlich gesundheitsförderlich, und zwar nicht nur aufgrund der Vitamine und Nährstoffe, sondern auch der Pflanzenfasern wegen.

Äpfel haben besonders viel wertvolles Pektin, welches zu en löslichen Ballaststoffen gehört, vielen Mikroorganismen im Körper sehr nützlich ist und obendrein vor Nierensteinen schützt.
 

Ingwer

Auch Ingwer hat sich in der Ernährungsforschung bereits einen Namen gemacht. Die vielen Antioxidantien schützen die Zellen, das enthaltene Vitamin C stärkt die Immunabwehr und darüber hinaus hat die unscheinbare kleine Knolle eine entzündungshemmende und – was die Nieren betrifft – eine schützende Wirkung.

Rezept: Ingwer-Kurkuma-Shot

StockFood/Sabrina Sue Daniels

Kurkuma-Ingwer-Shot mit Orange

Kimberly Papenthin

*Der Beitrag „Zu viel Alkohol, Fett & Zucker?: Diese Lebensmittel stärken den Körper nach den Festtagen“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen