Vielen Menschen tun sich manchmal schwer damit, Tabletten oder Kapseln herunterzuschlucken. Apotheker kennen einfache Tricks, wie das besser klappt.

Oft haben junge Menschen sogar mehr Probleme beim Tablettenschlucken als ältere, weil sie nicht daran gewöhnt sind. Um die Medikamente doch herunterzukriegen, lassen sich Patienten einiges einfallen: Sie trinken mehr Wasser dazu, zerkleinern oder öffnen Kapseln, legen den Kopf nach hinten, mischen die Tablette in Joghurt, Pudding oder Kartoffelbrei – oder nehmen sie einfach nicht ein. Was wirklich funktioniert, erklärt Professor Dr. Werner Weitschies vom Institut für Pharmazie der Uni Greifswald beim Fortbildungskongress des Sächsischen Apothekertags in Chemnitz. Der Technologe Er empfiehlt zwei Techniken, die die Einnahme von Tabletten und Kapseln erleichtern:

Pop-Bottle-Methode: Bei der sogenannten Tabletten-Flaschen-Methode füllt man eine elastische Kunststoffflasche mit Wasser, legt die Tablette auf die Zunge und setzt die Flasche so an den Mund, dass die Lippen die Flaschenöffnung fest umschließen. Dann trinkt man mithilfe von Saugbewegungen aus der Flasche und schluckt sofort die Tablette und das Wasser. Keine Luft einströmen lassen, die PET-Flasche muss sich beim Trinken zusammenziehen.

Vorwärts-Neige-Technik: Viele Menschen neigen den Kopf instinktiv nach hinten, wenn sie eine Tablette oder Kapsel herunterschlucken. Andersherum funktioniert es aber viel besser. Für diese Methode wird die Kapsel auf die Zunge gelegt, ein mittelgroßer Schluck Wasser genommen und dieser zunächst im Mund behalten. Jetzt den Kopf nach vorne neigen und das Medikament und Wasser verschlucken. Diese Methode eignet sich vor allem für Kapseln.

Damit die Tabletten und Kapseln nicht in der Speiseröhre hängenbleiben, ist es ratsam, sie mit viel Wasser einzunehmen: mindestens 50 Milliliter, besser 250. Das Wasser in großen Schlucken schnell nachtrinken. Tabu ist die Einnahme fester Formen im Liegen.

bmg/PZ/NK

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